Aufrüstung eines Microsoft Surface Studios

Mit dem Surface Studio hat Microsoft mal wieder ein extrem leckeres Teil vorgestellt. Schade finde ich dabei nur, dass als Datenträger eine klassische Festplatte in Verbindung mit einer 128GB kleinen SANDISK SSD zum Einsatz kommt. Da hätte ich mir ehrlich gesagt, den Einsatz einer SSD ab Werk gewünscht. 1TB und gut ist es, bei über 4000€ für die i7-Versionen, sollte das dann auch kein Problem sein. Leider ist aktuell nichts angekündigt und so bleibt nur noch der Griff zum Schraubenzieher.

Hier habe ich zwei Links welche den Upgrade Prozess ganz gut beschreiben:

http://cesardelatorre.azurewebsites.net/post/upgrading-the-surface-studio-drives-to-a-sata-ssd-2tb-and-a-m-2-nvme-ssd-1tb

https://mspoweruser.com/upgrade-surface-studio-make-much-faster-video/

Wenn ich dann selbst das erste Surface Studio in den Fingern, habe gibt noch einen Blog mit eigenen Erfahrungen dazu.

Enjoy it, b!

Kleines Gimmick große Wirkung

Manchmal frage ich mich, wäre es darauf noch angekommen? Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, für mich ist das Surface Book von Microsoft eines der genialsten Teile, welches in letzter Zeit den Notebook-Markt betreten hat. Allerdings hat Microsoft eine Kleinigkeit vergessen, nämlich ein Klettband um das Stromkabel sauber auf zu rollen!

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Dieses Manko kann relativ einfach behoben werden. Ich habe hier, wie auf dem Bild zu sehen ist, ein Akasa cablet tie (Akasa AK-TK-02) verwendet. Nicht getestet, aber wahrscheinlich auch eine Option wäre folgendes Klettband aus dem Angebot von Amazon.

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Pimp up my Sony VAIO (VGN-NW21JF)

Wenn ich mal eine persönliche Einschätzung zum schwächelnden PC Markt treffen soll, würde ich sagen die SSDs sind Schuld Winking smile Die Aussage ist zwar nicht ganz ernst gemeint, aber nach meiner Meinung schon ein Stück weit zutreffend, da mittels einer SSD auch richtig alte Teile recht flott zum Arbeiten verwendet werden können. Am letzten Dienstag war ein guter und alter Freund bei mir welcher über sein Sony Notebook klagte. Nach einer Diagnose zeigte sich, dass die Festplatte hinüber war. Da die Schwaben nun einmal gerne sparen, war er der Ansicht das sich eine Reparatur doch bestimmt noch lohnen würde – das Teil war ja auch nur erst 8 Jahre alt. Sony baut nun schon seit einiger Zeit keine Notebooks mehr, stellt aber immer noch die originalen Treiber zur Verfügung. Beim Notebook selbst handelte es sich um ein Sony VAIO VGN-NW21JF in einem ordentlich gebrauchten Zustand …

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… manchmal hat man den Eindruck, dass eine Infektion des Notebooks nicht zwingend von einem Virus innerhalb verursacht wird … Smile

Den Einbau der Festplatte spare ich mir, das Teil ist legacy – sprich es ist eine Klappe am Boden vorhanden und nach dem Lösen von 4 Schrauben kann die Festplatte entnommen und gegen eine SSD getauscht werden. Ich habe mich in diesem Fall für eine OCZ Trion 150 mit 256GB entschieden https://www.amazon.de/OCZ-TRN150-25SAT3-240G-interne-SSD-wei%C3%9F/dp/B01B4NUKMY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1474275660&sr=8-1&keywords=ocz+trion

Nach erfolgter Installation von Windows 10 Build 1607, hatten wir im Geräte-Manager wieder ein paar Geräte, welche nicht mit einem entsprechenden Treiber versorgt waren. Bis auf zwei konnte Windows Update mit einer Onlinesuche das Problem lösen.

Übrig blieben die beiden folgenden Geräte:

basisgerät Unbenanntes Gerät

Das Basisgerät konnte wie so oft als Ricoh Cardreader identifiziert werden, für den Sony auch gleich den richtigen Treiber lieferte (zwar Windows 7, aber ohne Probleme in der Funktion).

http://www.sony.de/support/de/content/cnt-dwnl/prd-comp/Preinstalled_Drivers_4443/VGN-NW21JF

Dieser Treiber besitzt einem Installer und muss einfach nur durch das Ausführen der setup.exe installiert werden … fertig!

Das Unbekannte Gerät hingegen war das Sony Firmware Extension Parser Device (SFEP Driver), welches ebenfalls mit einem Download für Windows 7 als Treiber zur Verfügung stand.

http://www.sony.de/support/de/content/cnt-dwnl/prd-comp/Preinstalled_Drivers_4452/VGN-NW21JF

Dieser Treiber muss ausgepackt und über den Geräte-Manager direkt installiert werden. Der Installationspfad muss dabei auf folgendes Verzeichnis zeigen und nicht auf eines der beiden Unterverzeichnisse x32 bzw. x64:

\SFEP_Driver_Sony_8.0_09Q3_O_7_8.0.1.1

Danach lief auch dieses Teil mit erstaunlicher Geschwindigkeit und tut nun hoffentlich noch recht lange seinen Dienst …. die 10 Jahre sollten wir damit schon voll bekommen.

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Windows 10 Upgrade auf einem ASUS H87I-Plus Mainboard

Von Haus aus bin ich kein Freund von Upgrades und bevorzuge die Neuinstallation von OS und Anwendungen.

Im SMB Bereich ist es allerdings so, dass dort auf den PCs eine Reihe von Anwendungen laufen welche ich nur ungerne “anfasse”, da deren Neuinstallation einen immer wieder vor Herausforderungen stellt. Daher hat die Option von Microsoft ein Windows 10 über ein bestehendes Windows 7++ zu installieren ihren Charme und ich habe schon einige Upgrades hinter mich gebracht. Darüber hinaus stellt der im Moment noch kostenlose Uprade auf Windows 10 eine einfache Möglichkeit dar, Systeme beim Kunden zu homogenisieren und auf einen einheitlichen Stand zu bekommen. Der WSUS braucht danach keine Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 Updates sondern nur noch Windows 10 bereitstellen.

Gestern war nun eine Reihe von PCs an der Reihe welche alle samt mit Windows 8.1 betrieben wurden – als Basis ist in diesen PCs ein ASUS H87I-PLUS Mainboard verbaut. Nach dem erfolgten Upgrade haben die PCs keine Netzwerkverbindung mehr gehabt, obwohl der Adapter im Betriebssystem aktiviert war und auch die LEDs Datenverkehr signalisierten. Eine IP-Adresse über DHCP hatte der Adapter auch nicht erhalten.

Die üblichen ersten Versuche wie, deaktivieren und aktivieren des Adapters, LAN-Kabel aus und wieder einstecken und Konfiguration einer manuelle IP-Adresse liefen ins Leere. Auch der in Windows 10 integrierte Assistent zur Behebung von Netzwerkproblemen war nicht hilfreich, da er steht’s ein “nicht installiertes Netzwerkprotokoll” meldete. Auf den PCs sind die IPv6 Transition-Adapter deaktiviert, was wahrscheinlich dem Assistenten nicht gepasst hat.

Als letzter Ausweg kam ein Update des BIOS in Betracht, was abschließend auch die Lösung war. Die PCs wurden noch mit der Version 0904 vom 14.11.2014 betrieben und das Update auf das neuste BIOS mit der Version 2003 vom 25.03.2015 bescherte mir wieder einen funktionierenden Netzwerkadapter.

Hier noch der Link zur ASUS Support Website:

http://www.asus.com/de/Motherboards/H87IPLUS/HelpDesk_Download/

Erfreulicher Weise kann auf diesem Mainboard das BIOS durch das Setup-Programm selbst aktualisiert werden, es muss dazu lediglich auf einem USB-Stick bereitgestellt werden.

H87I-PLUS-SI-2003.CAP

Für die noch anstehenden Windows 10 Upgrades werden gleich das aktuellste BIOS mitnehmen und dieses vor dem Upgrade einspielen.

Update: 14.06.2016

Gestern habe ich nun eine Reihe von PC auf Windows 10 aktualisiert, bei denen diese Vorgehensweise nicht funktioniert hat. Es war zusätzlich eine Aktualisierung des Treibers für die Netzwerkkarte notwendig. ASUS stellt für dieses Board einen Treiber zur Verfügung.

http://dlcdnet.asus.com/pub/ASUS/lan/Intel_LAN_Win10_20120190.zip?_ga=1.254386376.1985550702.1414036104

Mir ist nicht ganz klar, was alles in dem sehr großen Download enthalten ist. Ich habe den Adapter über den Windows Mechanismus (neuen Treiber suchen und dabei den Pfad angegeben) aktualisiert, was auch problemlos funktioniert.hat.

Know your gear Smile

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Pimp up my Lenovo ideapad 100-14IBY

Schätze liegen im Verborgenen, und neulich bekam ich ganz unverhofft ein solches Schätzchen auf den Tisch. Ein guter Freund (yep, auch Leute in der IT haben Freunde) zeigte mir stolz seine Neuerwerbung aus dem Mediamarkt in Nürtingen – ein Lenovo ideapad 100-14IBY, Model Name: 80MH ausgestattet mit einem Intel Celeron N2940, 2GB RAM (Samsung) und einer 500GB Festplatte (WD Blue, WD5000LPCX), Windows 10 Home für 199€! Für diesen Preis konnte ich das Teil im Internet nicht mehr finden.

“Brings zurück” war mein erster Kommentar … was willst Du mit 2GB RAM und einer lahmen Platte (ich wusste nicht, dass die Platte doch mit 5400 U/min dreht). Nee, meinte mein Freund – das tut es, ich hätte ja auch noch 300€ ausgegeben – da gab es aber nix mehr und so habe ich das Teil mitgenommen. Nachdem ich mich ein wenig mit dem Gerät auseinandergesetzt hatte, fiel mir der Prozessor auf – zwar ein Celeron, aber immerhin mit 4 Kernen und angeblich in der Lage bis zu 8GB zu adressieren. Daher bot ich den Deal an, dass Notebook auf zu rüsten. 4GB RAM und eine 256GB SSD sollten rein – beides von Kingston.

Macht zusammen 120€ und damit kommen wir mit dem Notebook auf 325€, was gerade noch OK war Smile

Nachdem die Hardware im Hause war, ging es an den Einbau – wie bei vielen Notebooks gibt es inzwischen kein Bodenfach mehr um Speicher und Festplatte zu tauschen. Es stand eine vollständige Demontage der Bodenplatte auf dem Programm. Die wesentlichen Schritte sind:

  1. Lösen der Schrauben in der Bodenplatte
  2. Ausbau der Tastatur
  3. Lösen der Schrauben unter der Tastatur
  4. Entfernen der Bodenplatte
  5. Austausch der Komponenten
  6. Zusammenbau

 

Demontage der Bodenplatte

Damit sich die Bodenplatte entfernen lässt müssen die folgenden farbig markierten Schrauben geöffnet werden.

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Grün und Orange unterscheiden sich nur in der Größe (beim Einbau wieder darauf achten). Die Blau markierten Schrauben verbinden die Tastatur mit dem Chassis, die Tastatur selbst muss zu diesem Umbau auch entfernt werden da unter ihr nochmals 3 Schrauben (M2x6) gelöst werden müssen.

Ausbau der Tastatur

Nachdem alle Schrauben gelöst und entfernt wurden, kann mit einem dünnen Stift durch die beiden blauen Löcher die Tastatur (Deckel dabei öffnen) herausgedrückt werden. Allerdings lassen sich damit nur ein paar der Kunsstoffnasen lösen, die restlichen habe ich manuell mit dem Schraubenzieher eines Taschenmessers (oder dem iFixit Opener) gelöst, beginnend von oben (wie auf dem Bild zu sehen ist).

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Die Tastatur ist über ein Flachbandkabel mit der Hauptplatine verbunden, welches über einen Klappmechanismus fixiert wird.

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Die Klappe (Orange) kann mit einem kleinen Schraubenzieher (blauer Pfeil) angehoben und das Flachbandkabel herausgezogen werden. Darüber hinaus ist die Tastatur an zwei Stellen durch einen Klebestreifen mit dem Chassis verbunden, dieser muss vorsichtig aber dennoch mit Kraft gelöst werden (Anheben der Tastatur).

Nun müssen noch weitere drei Schrauben (M2x6mm) gelöst werden, damit die Bodenwanne vollständig entfernt werden kann.

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Der Umbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge – danach muss noch die Tastatur über mehrere Kunststoffnasen reihum mit dem Chassis verbunden werden. Der große Schraubendreher eines Schweizer-Taschenmessers eignet sich sehr gut dazu.

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Die Verbindung der Tastatur mit dem Chassis ist übrigens deutlich besser und solider gemacht, als z.B. bei dem Lenovo B50-70 das hier einen divergenten Eindruck hinterlässt.

Lösen der Bodenwanne

Nachdem alle Schrauben (auch die unter der Tastatur) entfernt wurden, kann die Bodenplatte mit einem stumpfen Werkzeug angehoben werden. Dabei müssen ebenfalls eine Vielzahl von Kunststoffnasen (Clips) gelöst werden. Am einfachsten geht das mit einem Werkzeug, wie z.B. einen Heber welcher zum Lösen von iPhone Displays verwendet wird. Ich verwende die Teile von iFixit, eine alte Kreditkarte tut es aber auch.

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Nach dem Öffnen haben wir freien Zugriff auf die Festplatte und den Speicher des Notebooks.image

Die SSD muss in den Festplattenrahmen eingebaut werden. Dieser ist mit drei Schrauben an der Hauptplatine befestigt, weitere vier Schrauben geben der SSD sicheren Halt im Rahmen selbst.

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Nach erfolgtem Einbau des Speichers und der SSD kann das Notebook wieder zusammengebaut werden.

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Da beim Aufsetzen der Bodenplatte doch ordentlich gedrückt werden muss, achte ich darauf das wenigstens der ab Werk mitgelieferte Displayschutz zwischen der Tastatur und dem Display liegt – ein Staubwischtuch tut es hier aber auch.

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Nach erfolgtem Zusammenbau kann Windows 10 installiert werden. Durch den im BIOS hinterlegten Lizenzcode wird automatisch die richtige Edition (Home Edition) ausgewählt.

Der Device-Manager zeigt nach der Installation von Windows 10 folgende noch nicht erkannte Gerätschaften, welche sich alle über Windows Update mit den richtigen Treibern versorgen lassen.

Unbenannt-1

Der nach der Installation obligatorische Lauf von Windows Update bringt hier also die Lösung.

Hier noch der Taskmanager mit den 4 Celeron Kernen.

Unbenannt-2

Wer an den Baugruppen seiner Hardware rumschraubt sollte wissen was er tut. Die hier bereitgestellte Anleitung erklärt wie ein Umbau realisiert werden kann. Für ein Erlöschen der Garantie durch Lenovo oder eventuell entstandene Schäden durch unsachgemäßes Arbeiten oder den Umbau selbst, lehne ich jegliche Haftung ab.

Im Garantiefall baue ich übrigens einfach zurück – die “alte” Hardware heben wir dazu auf Smile in Form eines exteren Gehäuses mit den 500GB zur Datensicherung.

 

Update: 03.05.2016

Ich habe inzwischen ein zweites ideapad 100 umbauen dürfen, dieses hatte ein Produktionsdatum vom September 2015 (09/2015) und keine Western Digital Festplatte, sondern eine Seagate Momentum ST500LT012 verbaut. Der Speicherriegel war allerdings ein 2GB Modul von Samsung, welches im Rahmen dieses Umbaus gegen ein 8GB Modul von Kingston getauscht wurde.

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Unitymedia und das FRITZ!Box 6360 Update

Es ist mal wieder so weit, die FRITZ!Boxen von KabelBW (Unitymedia) bekommen eine neue Firmware. Leider nicht das aktuellste FRITZ!os aber immerhin eine 06.33 in der Versionsnummer. Der Update-Prozess wurde dazu wie folgt beschrieben: Stromreset …

Eigentlich weiß ich garnicht was ein Stromreset ist – wahrscheinlich den Stecker ziehen?! Das ist nicht sinnvoll, da auf einer FRITZ!Box auch ein Betriebssystem läuft und dieses solche Maßnahmen garnicht mag – von einer möglicherweise, als NAS angeschlossenen Festplatte möchte ich hier garnicht schreiben.

Unitymedia schreibt, dass sie das Update selbst spätestens am 12.04. aktivieren. Da aber von Unitymedia kein Zugriff auf die Stromversorgung des Hauses existiert wird in diesem Zuge sicherlich kein „Stromreset durchgeführt. Damit kommen wir zu einem für die FRITZ!Box bekömmlicheren Prozess.

Anmelden an der FRITZ!Box und dann Übersicht / System / Sicherung / Neustart – Neu starten

Nach 20-30min dann läuft die Box wieder ohne Probleme!

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Acer 8572G und Windows 10

Ich habe immer noch das Acer 8572G rum liegen, 8GB und Core i7 sind nicht schlecht und irgendwie möchte ich das Ding schon auf Windows 10 haben. Also habe ich mir das Teil nochmals angeschaut. Im BIOS des Rechners gibt es die Möglichkeit den Grafikadapter auf Switchable Graphics: [Discrete Mode] ein zu stellen (eigentlich für Linux und Windows XP!), damit wird die Intel Grafik deaktiviert und Windows 10 ist in der Lage einen NVIDIA GeForce GT 330M Chip zu erkennen und den richtigen Treiber zu laden.

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Der in diesem Beitrag beschriebene Microsoft Basic Display Adapter ist nun nicht mehr vorhanden und es ist möglich auf die volle Beschleunigungsleistung des NVIDIA Chips zurück zu greifen! Allerdings nur bei einer Auflösung von 1366×768 Punkten, will man mehr – also die alte Auflösung von 1920×1080 muss man im NVIDIA Setup eine Benutzerspezifische Auflösung von 1920×1080/60Hz konfigurieren, welche zwar funktioniert, aber nicht die Schärfe und Klarheit der 1366 Punkte erziehlt.

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Nach der Windows Installation sind noch zwei unbekannte Geräte im Device-Manager zu finden, eines läßt sich über Windows Update aktualisieren (Intel) und das zweite Gerät stellt den Fingerprint-Reader dar, welche problemlos mit dem Windows 7 Treiber läuft den Acer wenigstens zur Verfügung stellt.

Dazu gibt es auch einen inzwischen prähistorischen Blog (wer wollte eigentlich jemals Windows 8.1 auf dem Notebook haben … Winking smile )

https://sbsland.wordpress.com/2013/12/29/acer-travelmate-8572g-und-windows-8-1/

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Pimp up my Zenbook (ASUS UX302L)

Eigentlich gehöre ich ja zur Fraktion Schraubendreher und Lötkolben, umso mehr hat es mich gefreut dieses mal wieder ein bisschen Hardware verändern zu dürfen. Konkret ging es um ein ASUS Zenbook UX320L welches mit einer Kombination aus 16GB SanDisk SSD sowie 1TB Festplatte ausgerüstet war. Trotz i5 und 8GB RAM war das Teil irgendwie zäh im Betrieb und so war schnell der Gedanke geboren die Festplatte gegen eine SSD (Samsung EVO 256GB) aus zu tauschen.

Ein Imaging des Betriebssystems wollte ich mir ersparen, da durch eine Neuinstallation eine Menge von unnützen und ggf. auch schädlichen Programmen vom System “entfernt” werden.

Wie die meisten Ultranotebooks hat auch das ASUS keinen expliziten Schacht welcher den Zugriff auf die SSD oder den Hauptspeicher ermöglicht, es sind also Montagearbeiten im größeren Umfang notwendig um die Festplatte gegen eine SSD zu wechseln. Da das aber der ASUS Support hin bekommt, kann es nicht unmöglich sein. Darüber hinaus bin ich bestimmt nicht der erste welcher die Sache in Angriff nimmt und so gibt es dafür auf YouTube zwei super Videos welche den Umbau zeigen:

Ich liefere hier nochmals die Schritte bebildert mit ein paar Kommentaren zusätzlich. Als Werkzeug habe ich folgende Dinge verwendet:

  • 1x PH0 Schraubendreher
  • 1x T5 Schraubendreher
  • 1x Kunsstoffheber
  • 1x Kunststoffdorn
  • 1x Schweizer Taschenmesser

Mit Ausnahme des Taschenmessers finden sich die anderen Dinge in dem iFixit Pro Tech Toolkit. Die passenden Werkzeuge aus dem Baumarkt tun es hier aber ebenfalls! Das von mir verwendete Taschenmesser ist ein Wenger (nicht Victorinox), welches als “kleine Klinge” eine Nagelfeile besitzt. Damit lassen sich problemlos Kunststoff und Gummifüße ohne diese zu beschädigen entfernen.

Öffnen des Bodendeckels

Der Bodendeckel des Zenbook ist über 9 kleine Schrauben (PH0) welche direkt sichtbar sind und über 2 verdeckte Schrauben (T5) mit dem Notebook verbunden. Um an die verdeckten Schrauben zu gelangen müssen die beiden Gummifüße entfernt und am Ende wieder angeklebt werden, dass habe ich mit dem Taschenmesser erledigt.

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Nach dem Lösen der Schrauben ist allerdings der Boden immer noch am Notebook eingehakt. Diesen löst man durch den Kunststoffdorn wie im folgenden Bild gezeigt, durch einschieben und sanften Druck nach oben.

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Hier empfehle ich auch das Video (Part 2) von oben nochmals an zu schauen. Da dieser Schritt mit ein wenig Kraft verbunden ist und zu einer Beschädigung, bzw. zu einem Verbiegen des Bodendeckels führen kann.

Hier nochmals ein Bild des verwendeten Werkzeugs.

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Der Schritt ist jeweils an der linken und rechten Seite durch zu führen und danach ist das Innenleben des Notebooks frei zugänglich.

Demontage der Festplatte

Im Vergleich zu anderen Firmen hat ASUS im positiven Sinne einen erstaunlichen Aufwand getrieben die Komponenten zu verschrauben.

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Die oben markierte Festplatte ist mit insgesamt 6 Schrauben mit dem Board verbunden. Damit wir an diese ran kommen, muss auch noch der Akku gelöst werden! Vorsicht – hier nicht die Verbindung mit dem Board beschädigen. Es reicht wenn der Akku rechts 5mm nach unten gerückt werden kann.

Da drunter sind auch noch Schrauben Smile

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Die Schrauben welche den Akku befestigen sind gut sichtbar und können mit dem Kreuzschlitz gut gelöst werden.

Das folgende Bild zeigt die Verbindung des Akkus, auf die ein wenig geachtet werden sollte.

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Darüber hinaus sehen wir hier noch die SanDisk SSD (16GB) welche wenn viel Platz notwendig ist ebenfalls gegen eine größere getauscht werden kann und zwei der Befestigungsschrauben des Akkus.

Durch ein Verschieben des Akkus gelangen wir an die beiden letzten Schrauben welche die Festplatte befestigen.

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Nun kann problemlos der Ausbau der Festplatte erfolgen.

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Der Festplattenrahmen

Die Festplatte und später die SSD werden durch einen Rahmen mit dem Board verbunden. Damit wir diese aus dem Rahmen lösen können, muss noch eine Schutzfolie abgezogen werden.

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Das Abziehen der Folie ist bei mir ohne Fön gelungen und es sind nur geringe Rückstände vom Kleber auf der Festplatte geblieben (diese können mit Alkohol entfernt werden, oder einfach durch rubbeln mit dem Finger).

Nach dem Einbau der SSD habe ich die Schutzfolie wieder aufgebracht. Diese dient dazu einem elektrischen Kontakt zwischen der Festplatte und dem Bodendeckel zu verhindern. Nun hat die Samsung SSD keine leitenden Teile an ihrer Oberfläche, aber bevor ich die Schutzfolie weg werfe habe ich sie einfach wieder drauf geklebt, was im folgenden Bild zu sehen ist.

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Nun folgt der Einbau des SSD.

Zusammenbau des Notebooks

Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Also zuerst die SSD einbauen und dann den Akku wieder festschrauben.

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Das nächste Bild zeigt alle wieder eingebauten Teile.

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Nun wird der Bodendeckel wieder eingehakt und mit den Schrauben befestigt. Die beiden Gummifüße, habe ich nach eingehender Reinigung mit beidseitigem Klebeband versehen und befestigt.

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Da sich die Gummifüße in einer Art Wanne am Bodendeckel befinden und das Notebook darauf steht, könnte das Klebeband ausreichen – was ich aber im Detail noch beobachten muss.

Zum Abschluss noch das von mir verwendete Werkzeug.

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Ach ja, Windows 10 (Build 1511) wurde dann noch per USB Stick installiert, es werden von Windows alle Geräte erkannt, mit Ausnahme des Gerätes welches für die Intel Smart Connect Technology Application  notwendig ist. Die HardwareID dafür ist VEN_INT&DEV_33A0 und über den Link kommt die Anwendung samt des notwendigen Treibers.

Ich wünsche noch allen Lesern ein gutes Neues Jahr!

Enjoy it, b!

LSI 9240-4i und Supermicro X10SLM+-F

Im Zuge des im nächsten Jahr anstehenden Windows Server 2016 Releases, wollte ich meine Testumgebung wieder auf Vordermann bringen. Die beiden Server sind zwar CPU und RAM seitig gut ausgestattet aber eine 1,5TB Samsung SATA Platte war dann doch ein wenig knapp und darum wollte ich beide Systeme mit einem RAID Controller und 4x4TB Festplatten versehen. Aus den Platten will ich einen RAID 10 bauen (damit es ordentlich läuft) und darauf neben einem primären System mit Hyper-V noch mehrere Boot-from-VHD Instanzen laufen lassen … für die 8TB finden wir also schon Verwendung.

Der LSI Controller (inzwischen ein AVAGO / LSI 9240-4i Controller) war zusammen mit den Platten schnell eingebaut, kein Problem und auch das RAID war schnell erstellt Auf diesem RAID habe ich dann ein Volume mit 64GB gelegt und dieses im RAID Controller BIOS als “Bootable” markiert.

Danach kann die Installation des Betriebssystems beginnen, bei mir wie so oft Microsoft Hyper-V Server 2012 R2.

Leider wurde mir das Volume als Platte nicht im Setup angezeigt:

lsi-1

Für alle die jetzt denken “ließ mal richtig” … der Treiber ist INBOX, sprich Windows bringt einen Treiber mit, welchen man hinterher nur aktualisieren muss. Aber OK, ISO gebaut und über das IPMI Board den Treiber bereit gestellt … selbes Ergebnis – keine Platte.

Nach gefühlten 100 Konfigurationen im BIOS des Servers, mehrfachen löschen des RAIDs hatte ich mich entschlossen einen Call sowohl bei Supermicro als auch bei LSI/Avago zu öffnen. Da der Controller problemlos funktionierte wollte ich nicht so recht an einen Defekt der Hardware glauben.

Supermicro konnte mir hier nicht weiterhelfen (obwohl die Lösung hinterher bei denen lag). Aber der Support war schnell und sehr freundlich.

LSI hingegen dauert immer relativ lange – 4-5h zwischen den Mails, aber letztendlich kam von dort der richtige Hinweis:

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Darauf habe ich mich entschlossen das BIOS des Servers zu aktualisieren, danach hat es auf Anhieb mit der Installation von Hyper-V Server 2012 R2 geklappt.

Hier noch die Daten dazu:

Controller: Avago / LSI 9240-4i, FW Package 20.12.1-0150, Firmware 2.130.394-2550, 4.36 Build March 25, 2013

Motherboard: Supermicro X10SLM+-F, BIOS 3.0, x10slh5_424.ZIP

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Das Update des Motherboard BIOS war die Lösung. Nachdem der Server dann lief, habe ich sofort den LSI Controller ebenfalls mit dem aktuellsten BIOS versorgt.

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Update Avago / LSI 9261-4i Controller auf dem Windows Server Core

Meine Vorliebe für den Windows Server Core und vor allem den Microsoft Hyper-V Server dürfte bekannt sein. Das Arbeiten auf diesen System ist sehr mit der Kommandozeile behaftet, egal ob PowerShell oder die cmd.exe Verwendung finden.

Wenn irgendwie möglich setzte ich in meinen Server immer RAID-Controller von LSI (inzwischen Avago) ein. Der Weg dahin war vorgezeichnet:

  1. Mit den 3Ware Controllern fing alles an und 3ware wurde dann von LSI gekauft
  2. LSI kam bisher immer mit den 92xx-xi Controllern zum Einsatz, also 9240-4i, 9261-8i, 9271-8i, usw.
  3. Dann hat Avago LSI übernommen, führt aber die Controller weiter (im Gegensatz zu LSI, wo die 3Ware Controller nicht mehr weiterentwickelt wurden

Genug der Geschichten … der Update eines LSI Controllers auf Windows Server Core ist kein Hexenwerk, es müssen drei Komponenten aktualisiert werden.

  1. Management (MegaRAID Storage Manager)
  2. Firmware
  3. Windows Treiber

Die entsprechenden Pakete findet man auf der Avago Homepage und können dort herunter geladen werden. Die Links stammen vom Updates eines LSI MegaRAID 9261-8i.

Unter Support Documents and Downloads auf der Avago Homepage (http://www.avagotech.com) folgende Suche absetzen:

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Alle Downloads entpacke ich in das Verzeichnis c:\temp\lsi – für die jenigen welche auf dem Server Core keine unzip.exe haben, einfach lokal entpacken und auf den Server drauf kopieren.

Das sieht dann wie folgt aus:

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Wieso LSI den Storage Manager 2x verpackt hat, erschließt sich mir nicht – dennoch, irgendwann taucht mal die setup.exe auf.

Für uns sind hier nun folgende Dateien wichtig:

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Im ersten Schritt machen wir ein Update des MegaRAID Storage Managers. Dabei werden, in dieser Version zumindest, alle Einstellungen gelöscht (also auch die Benachrichtigung per Email) welche im Anschluss dann wieder gesetzt werden müssen.

Dazu einfach c:\temp\lsi\msm\disk1\setup.exe starten und sich durch den Wizard klicken.

Der Storage Manager läßt sich danach über das folgende Script starten.

C:\Program Files (x86)\MegaRAID Storage Manager\startupui.bat

Diese Datei kopiere ich unter einem anderen Namen (mr.cmd) in folgendes Verzeichnis c:\program files\script (mit diesem ich die Pfad Variable erweitert habe) und nehme dazu folgende Modifikationen vor:

@Echo off

:: mr.cmd

rem %~d0
rem CD %~dp0

pushd "%ProgramFiles(x86)%\MegaRAID Storage Manager"

start JRE\bin\javaw -DVENUS=true -classpath .;GUI.jar;monitorgui.jar;DebugLog.jar;log4j-1.2.15.jar;jaxen-1.1.jar;jdom-1.1.jar GUI.VivaldiStartupDialog ajsgyqkj=71244

popd

Damit kann ich den Raid Manager von jedem beliebigen Verzeichnis aus starten.

Nun kann über den MegaRAID Storage Manager das Update der Controller Firmware vorgenommen werden.

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Was bei LSI Controllern meistens online – also ohne einen Neustart erfolgen kann.

Zum Ende kommt nun noch die Installation des Windows-Treibers, welches ich über pnputil.exe erledige. Dazu muss ich in das Verzeichnis mit dem richtigen Treiber (win8.1_x64 = Windows Server 2012 R2) wechseln und folgenden Aufruf durchführen:

pnputil -i -a MegaSAS2.inf

Damit der Treiber dann auch geladen wird, ist allerdings ein Neustart notwendig. Mit SigCheck.exe aus den Sysinternals Tools läßt sich dann auch die Version des geladenen Treibers ermitteln.

C:\Temp>"\Program Files (x86)\Windows Sysinternals Tools\sigcheck.exe" C:\Window
s\system32\DRIVERS\megasas2.sys

Sigcheck v2.30 - File version and signature viewer
Copyright (C) 2004-2015 Mark Russinovich
Sysinternals - www.sysinternals.com

c:\windows\system32\drivers\megasas2.sys:
        Verified:       Signed
        Signing date:   12:10 PM 9/10/2015
        Publisher:      Avago Technologies U.S. Inc.
        Company:        Avago Technologies
        Description:    MEGASAS RAID Controller Driver for Windows
        Product:        MEGASAS RAID Controller Driver for Windows
        Prod version:   6.709.12.00
        File version:   6.709.12.00
        MachineType:    64-bit

Falls nicht geschehen, nochmals das Alerting (per Emails) konfigurieren.

Enjoy it, b!