Synology NAS | Löschen eines Checkpoints unter Hyper-V

Vor einiger Zeit startete ein Hyper-V Server neu, während ein Backup-Task des Synology Active Backup for Business aktiv war.

Active Backup for Business, sichert unter Hyper-V virtuelle Maschinen (VMs) dadruch, dass ein Checkpoint / SnapShot auf dem Hyper-V Server erstellt und aus diesem die VM konsistent gesichert wird.

Checkpoint-no-delete

Durch den automatischen Neustart des Hyper-V Hosts blieb der Checkpoint bestehen und konnte nicht über den Hyper-V Manager gelöscht werden.

Checkpoint-no-delete-2

Um den Checkpoint zu entfernen musste ich explizit PowerShell verwenden. Unter PowerShell heißt der Checkpoint dann auch wieder Snapshot (Microsoft wird das hoffentlich im Windows Server 2022 korrigieren).

# Löschen des Active Backup Snapshots
Get-VMSnapshot -VMName 'Name der VM' | Remove-VMSnapshot

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Synology DSM 7 | Nacharbeit Windows VM

Der Synology Virtual Machine Manager (VMM) muss im Rahmen des Upgrades auf DSM 7 manuell repariert werden, danach laufen die virtuellen Maschinen (VMs) ohne Probleme.

Bei zwei Windows VMs mit mehr als einer virtuellen Festplatte, fehlte aber das Laufwerk D. Ein Blick in den Disk-Manager von Windows zeigte, dass dieses zwar vorhanden war aber offline angezeigt wurde.

VM-Disk-Offline-1

Die Platte ließ sich ohne Probleme wieder online nehmen und war damit im Betriebssystem verfügbar.

VM-Disk-Offline-2

Alle anderen VMs liefen nach der Reparatur ohne Probleme.

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Synology DSM 7 | Nacharbeiten Active Backup 2

Neben dem in diesem Blog beschrieben Problem mit dem Hyper-V PowerShell-Module und Synology Active Backup for Business, bin ich auf ein weiteres Problem nach dem Upgrade auf DSM 7 gestoßen.

Zuvor muss ich aber klarstellen, dass die Probleme nicht explizit durch das Upgrade verursacht wurden, sondern durch die ebenfalls neue Version von Synology Active Backup.

Active Backup for Business und die “geänderten Blöcke” einer VM

Mit dieser Fehlermeldung konnte ich zuerst einmal Garnichts anfangen.

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Ein wenig mehr Informationen waren dann in diesem Log zu finden.

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Der manuelle Start des Tasks brachte dazu das folgende Ergebnis.

Untitled

Im deutschen Synology-Forum habe ich dann ein ähnliches Problem mit VMware gefunden, allerdings aus dem Jahr 2018. Die Lösung war das Vergrößern des virtuellen Datenträgers (VHD) der VM, in diesem Fall von 96GB auf 100GB.

Interessant war dabei, dass alle anderen VMs ohne Probleme gesichert wurden. Lediglich diese VM machte mit der Fehlermeldung oben Probleme. Ob der Grund die noch verwendete Generation 1 war, oder möglicher Weise die initiale Erstellung der VHD kann ich aktuell nicht nachvollziehen. Die Erweiterung auf 100GB konnte das Problem lösen und das Backup funktionierte wieder wie vor dem Upgrade.

Um die Größe der VHD einer Generation 1 VM zu ändern, muss diese heruntergefahren werden. Danach kann mit dem Hyper-V Manager oder PowerShell die Änderung erfolgen.

# Erweitern des virtuellen Datenträgers einer VM
Resize-VHD -Path "D:\Virtual Machines\BaseVHDX.vhd" -SizeBytes 100GB

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Synology DSM 7 | Nacharbeiten Active Backup 1

Das Upgrade meiner Synology NAS Systeme ist nun schon einige Wochen her und ohne größere Probleme erfolgt. Die kleineren Probleme. beziehungsweise Dinge die mir nach dem Upgrade aufgefallen sind, will ich in den folgenden Blogs beschreiben.

Active Backup for Business und das Hyper-V PowerShell-Module

Nach dem Upgrade funktionierten Backups auf einem Microsoft Hyper-V Server nicht mehr. Backups von einem normalen Windows Server 2016 Standard Edition dagegen schon. In dem betroffenen Umfeld kommt das NAS hauptsächlich als Archiv- und Backup-System für auf Hyper-V basierende virtuelle Maschinen zum Einsatz. Dabei werden die VMs von zwei Windows Server 2016 Standard und ein Microsoft Hyper-V Server gesichert.

Active Backup verweigerte seinen Dienst mit der folgenden Fehlermeldung.

active-backup-1

Unter DSM 6.x lief das Backup 8 Monate ohne Probleme. Eine Kontrolle ergab, dass auf dem Microsoft Hyper-V Server das Hyper-V PowerShell-Module nicht installiert war. Da aber das Backup unter DSM 6 funktionierte, vermute ich das mit DSM 7 die Existenz des Modules geprüft, dieses aber nicht zwingend verwendet wird.

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Das Hyper-V Module for Windows PowerShell (wie der offizielle Name heißt), konnte über die folgenden Befehle installiert werden und damit war dieses Problem auch behoben.

# Installation des Hyper-V Module for Windows PowerShell
Install-WindowsFeature -Name Hyper-V-PowerShell

Der folgende Screenshot zeigt nochmals die Befehle in der PowerShell-Konsole.

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Die Sicherung der Hyper-V VMs erfolgt über einen auf Hyper-V erstellten Snapshot / Checkpoint. Um diesen zu erstellen ist das PowerShell-Modul nicht zwingend erforderlich, allerdings gibt es innerhalb von Active Backup weitere Sicherungsoptionen die auf das Modul zurückgreifen könnten. Für eine tiefer gehende Analyse hatte ich aber bisher noch keine Zeit, die Lösung oben sollte Euch aber weiterhelfen.

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Synology DSM 7.x Upgrade

Im Rahmen meiner Suche nach einem möglichen Ersatz für den Windows Small Business Essentials Server von Microsoft, habe ich inzwischen einige Synology NAS Systeme im Einsatz. Vor allem um damit Erfahrungen zu sammeln und ein Gefühl über Stabilität und Qualität im produktiven Einsatz zu bekommen.

Dazu gehört auch, ein Upgrade auf eine höhere DSM-Version, in diesem Fall von 6.x auf 7.x. Die Version 7 war von Synology für den 29. Juni 2021 angekündigt und zuvor gab es eine lange öffentliche Preview-Phase.

Überlegungen

Vor einem Update sollte man sich ein paar Gedanken machen, wie das mit möglichst wenigsten Problemen zu erledigen ist.

Update aller installierten Pakete auf dem NAS.

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Update (falls notwendig) der Firmware (momentanes DSM) auf die aktuellste Version, was in diesem Fall 6.2.4-25556 ist.

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Das ungefähr 300MB große DSM-Update sollte von einem im LAN vorhandenen PC installiert werden. Während des Updates steht das NAS selbst und eine Reihe von Diensten nicht zur Verfügung. Laut Synology kann das Update mehrere Stunden dauern, da auf den NAS aber nur sehr wenig Pakete installiert hatte war ich nach gut 30min fertig.

Die auf dem NAS installierten Pakete.

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Vor dem Upgrade habe ich nochmals die folgenden Punkte abgearbeitet und kontrolliert:

  • Herunterfahren alles VMs auf dem NAS
  • Stopp aller Container in Docker
  • Kontrolle ob die letzte Sicherung gelaufen ist und ob diese alle wichtigen Daten beinhaltet (das ändert sich nämlich erfahrungsgemäß im Lauf der Zeit)
  • Analyse der Synology Log-Dateien auf Fehler
  • Beenden aller VPN-Verbindungen

Download des DSM

Der Download von DSM 7.x muss für jedes NAS Modell explizit von der Synology Homepage erfolgen.

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Eine Anmeldung bei Synology ist dazu nicht notwendig.

Die Aktualisierung kann im Fall des DS1621+ von diesen beiden Versionen erfolgen.

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Als Zielversion wurde die 7.0-41890 angeboten.

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Abhängig von der Internetanbindung dauert der Download ein paar Minuten.

Upgrade auf DSM 7.x

Das Upgrade selbst erfolgt durch eine Manuelle DSM-Aktualisierung die als Option in der Systemsteuerung zu finden ist

Systemsteuerung / Aktualisieren & Wiederherst. / DSM-Aktualisierung / Manuelle DSM-Aktualisierung

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Mit der Bestätigung durch Drücken von OK wird das neue DSM auf das NAS hochgeladen und es erfolgt im Anschluss der folgende Hinweis für das Update.

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Hier sind nochmals die ungefähren Zeiten genannt, die für die Aktualisierung eingeplant werden müssen.

  • DSM selbst 20 – 40min
  • Pakete über eine Stunde

Im Update-Hinweis nach unten scrollen und das Update startet mit einem Klick auf Weiter, nachdem man den Haken für die Zustimmung gesetzt hat.

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Nun erfolgt erneut ein Hinweis auf die ungefähre Zeit und das Upgrade startet nach der Bestätigung mit Ja.

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Zeit für einen Kaffee Smile ~ 10min

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Die im Countdown angezeigten 20min musste ich nicht warten. Das NAS war mit dem Upgrade früher fertig und führte selbstständig den Neustart durch.

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Gut 10min später steht das NAS mit dem neuen Anmelde-Bildschirm bereit und es sind eine Reihe von Rest-Arbeiten zu erledigen.

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Die erste Anmeldung

DSM 7.x begrüßt einem gleich mit der Möglichkeit eine Reihe von neuen Diensten zu konfigurieren. Dazu ist ein Synology-Konto notwendig.

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Welchen der Dienste man nutzen will, liegt im eigenen Ermessen. Eine Sicherung der Konfiguration mit dem Synology-Konto halte ich aber für sinnvoll und die Möglichkeiten von Active Insight auf jeden Fall für interessant. Beides lässt sich später wieder deaktivieren oder im Nachgang aktivieren.

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Zusätzlich bietet das neue DSM eine Tour durch die Änderungen und Neuigkeiten an.

Restliche Arbeiten

Das Upgrade hat ohne Probleme funktioniert. Lediglich der Virtual Machine Manager erfordert eine Reparatur, die sich aber einfach über die Option Reparieren durchführen lässt.

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Dabei wird das für DSM 7.x angepasste Paket heruntergeladen und aktualisiert, was nochmals bestätigt werden muss.

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Nach dem Bestätigen des Upgrades geht es weiter und die neuste Version 2.5.4-11440 wird installiert.

Der neu installierte Virtual Machine Manager braucht einige Minuten, bis er alle VMs analysiert hat und diese danach manuell gestartet werden können.

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Bis zu diesem Zeitpunkt sind die VMs rot dargestellt, mit der Meldung das die VM nicht reagiert (Status = reagiert nicht). Hier einfach ein wenig Geduld mitbringen und nun den 2ten Kaffee holen 🙂

Fazit

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Upgrade auf DSM 7.x recht problemlos läuft. Bisher habe ich die folgenden Synology NAS Modelle auf DSM 7.x erfolgreich aktualisiert.

  • DS1621+
  • DS1517+
  • RS816

Mal schauen ob zumindest aus meiner Sicht ein Synology NAS den Windows Small Business Essentials Server von Microsoft ersetzten kann. Was denkt Ihr?

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Synology NAS Mail-Weiterleitung

Im Büro oder Zuhause gibt es oftmals Geräte welche ihren Status per E-Mail versenden können, dazu gehören unter anderem RAID-Controller, die USV aber auch Multifunktionsgeräte (wie zum Beispiel das Lexmark X544). Das Problem, besonders bei älteren Geräten ist, dass diese oftmals keine verschlüsselten E-Mails versenden können, oder der Konfigurationsdialog nur einen Mail-Server zulässt der mit geringer oder gar keiner Authentifizierung Mails versenden kann. So eine Konfiguration ist über das Internet nicht sinnvoll und sogar fahrlässig, bzw. wird von den Providern gar nicht angeboten.

Die Lösung für ein solches Szenario stellt ein interner Mail-Server dar, der zum einen aus dem Internet nicht erreichbar ist und intern, also im Heimnetz, E-Mails ohne Anmeldung entgegennimmt und diese über den Provider versendet. Ein internes SMTP-Relay. Unter Windows verwendet man hier den integrierten SMTP-Server, betreibt man stattdessen ein NAS Zuhause, muss auf einen dort vorhandenen SMTP-Server zurück greifen.

Für die Synology NAS Geräte gibt es einen Mail Server (letztendlich ist das Postfix) welchen ich für die Weiterleitung über einen 1&1 Mail-Account konfiguriert habe. Dazu waren die folgenden Schritte notwendig.

Als erstes muss der Mail Server über das Synology Package Center installiert werden und danach werden die Einstellungen des Mail Server mit Open geöffnet.

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Im Tap SMTP habe ich dazu die folgenden Einstellungen gesetzt, mit der Einstellung im roten Kasten schafft es auch mein betagter Lexmark X544dn Mails über die Synology zu versenden.

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Im nächsten Schritt muss der 1&1 E-Mail-Account für das SMTP Replay konfiguriert werden.

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1&1 bietet an, die Kommunikation zu verschlüsseln was natürlich sinnvoll ist. Daher Port 587 und TLS, sowie die Anmeldedaten aus Mail-Adresse und Passwort.

Wichtig bei 1&1 ist es, dass die Mails von dem konfiguriertem Account oder einer anderen gültigen Mail-Domain verendet werden. Eine Konfiguration wie mit vielen anderen Providern, zum Beispiel x544@home.local oder fax@home.local als Absender habe ich nicht hinbekommen. Ich musste dann am Lexmark MFC device@gültige.domain als Absender eintragen.

Das Tap IMAP/POP3 bleibt leer (hier nichts anhaken), darüber hinaus habe ich Security ebenfalls im Default (leer) gelassen.

Da auf der Synology der User bernd-xxx als Admin “mail-enabled” ist, habe ich einen Alias (Tap Alias) angelegt welcher die Mails an eine externe Mail-Adresse weiter leitet.

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Zum Abschluss fehlt noch das Reporting, was den nun an Mails versendet wird. Hierzu sind im Tap Report die folgenden Einstellungen notwendig.

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So, nun klappt das Versenden von meinem Lexmark MFC ohne Probleme.

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