Windows 10 und ein gelbes Warnzeichen am Laufwerk C

Eigentlich gehen Lenovo Notebooks nicht so einfach kaputt, es sei denn sie fallen herunter, was unglücklicher Weise passieren kann.

Nachdem das Gerät aus der Reparatur zurückgekommen war, zeigte Windows 10 ein gelbes Warnzeichen am Laufwerk C.

image

Das Erscheinen bedeutet nicht, dass das Laufwerk ein Problem hat. Die Warnung weist darauf hin, dass möglicher Weise etwas mit der Bitlocker Konfiguration nicht stimmt.

Klar, nach kurzem Nachdenken … in der Reparatur hatte das Teil ein neues Mainboard bekommen und damit auch einen neuen TPM Chip.

In einem ersten Schritt habe ich mit PowerShell den Status von Bitlocker abgefragt und dabei festgestellt, dass die Verschlüsselung ausgeschaltet ist.

image

Die spontane Idee, Bitlocker einfach wieder zu aktivieren endete in der oben rot dargestellten Fehlermeldung.

Eine Abfrage des Status von Bitlocker mit Manage-Bde.exe ergab, dass der Key Protector, also der TPM erst gar nicht angezeigt wurde. Das ist soweit verständlich, da wenn das Mainboard und damit der TPM gewechselt wird, dieser nicht einfach von Bitlocker akzeptiert wird. Darum habe ich den neuen TPM zum hinzugefügt und konnte damit im Anschluss die Verschlüsselung wieder aktivieren.

image

Auch das Betriebssystem zeigte sich nach dieser Maßnahme zufrieden und die Warnung war verschwunden.

image

Wenn man sich der Konsequenzen eines Mainboard-Wechselns bewusst ist und dadurch an der richtigen Stelle zu suchen beginnt, ist die Reparatur nicht besonders schwierig.

Enjoy it, b!

Lancom Déjà-Vu mit Router Netzteilen

Bei Lancom kann man in ähnliche Probleme laufen wie bei AVM, die Netzteile passen zwar mit dem Stecker in den Router, liefern aber unterschiedliche Ausgangsströme.

Beim Austausch eines Lancom 883e gegen einen Lancom 884e (wir brauchten mehr ISDN-Ports), war das Steckernetzteil mit den anderen Kabeln stark verdreht. Daher dachte ich mir, einfach den Router tauschen und gut ist es. Nach den Problemen mit einer FRITZ!Box 7580, warf ich aber zur Vorsicht einen Blick auf das Netzteil und fand dort einen maximalen Ausgangsstrom von 1,5A vor, das Netzteil des Lancom 884e liefert jedoch 2A und hat damit eine höhere Leistung.

image

Dumm nur, dass Lancom die Länge der Kabel an den Netzteilen unterschiedlich macht. Das Netzteil des 884e ist gut 20cm kürzer. Am Schluss hat es aber dann doch noch gepasst.

Wie auch AVM, liefert Lancom ebenfalls eine Liste von Routern und Netzteilen. Allerdings steht dort, dass beide Router mit dem gleichen Netzteil betrieben werden können.

image

Ich denke aber, dass es seinen Grund gehabt hat wieso der 884e die 2A spendiert bekommt. Wahrscheinlich erfolgt bald ein Update des Artikels, wir wissen ja wie das mit KB-Artikeln so ist.

Enjoy it, b!

Error CAPI2 im Eventlog mit VSS und Windows Server 2016

Für den im Application Eventlog auftretenden Error CAPI2 513, hat Microsoft einen KB-Artikel welcher eine Lösung beschreibt.

image

https://support.microsoft.com/en-us/help/3209092/event-id-513-when-running-vss-in-windows-server

Zur Behebung, müssen die Berechtigungen auf den Microsoft Link-Layer Discovery Protocol Treiber erweitert werden.

# Auslesen der aktuellen Berechtigungen

sc sdshow mslldp

D:(D;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BG)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SO)(A;;LCRPWP;;;S-1-5-80-3141615172-2057878085-1754447212-2405740020-3916490453)

# Erweiterung dieser, zusätzlich mit (A;;CCLCSWLOCRRC;;;SU)

sc sdset mslldp <string>

# Beispiel, NICHT DIREKT KOPIEREN 🙂 

sc sdset mslldp D:(D;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BG)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SO)(A;;LCRPWP;;;S-1-5-80-3141615172-2057878085-1754447212-2405740020-3916490453)
(A;;CCLCSWLOCRRC;;;SU)

String der über sc sdshow mslldp ausgelesen wurde (Vorsicht, dass ist EINE Zeile):

D:(D;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BG)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SO)(A;;LCRPWP;;;S-1-5-80-3141615172-2057878085-1754447212-2405740020-3916490453)

Erweiterung um (A;;CCLCSWLOCRRC;;;SU):

D:(D;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;BG)(A;;CCDCLCSWRPWPDTLOCRSDRCWDWO;;;SY)(A;;CCDCLCSWRPDTLOCRSDRCWDWO;;;BA)(A;;CCLCSWRPWPDTLOCRRC;;;SO)(A;;LCRPWP;;;S-1-5-80-3141615172-2057878085-1754447212-2405740020-3916490453) (A;;CCLCSWLOCRRC;;;SU)

Enjoy it, b!

Aktivierung von Office 2010 klappt nicht (mehr)

Neulich hatte ich mit der Aktivierung von Office 2010 meine Probleme, trotz bestehender Internetverbindung und gültigen Schlüssel wollte das einfach nicht klappen.

Unbenannt-1

Wieso ich Office 2010 nochmals in die Finger bekommen habe, ist eine andere Sache und liegt wahrscheinlich daran, dass ich schlecht im Nein-Sagen bin.

Die Lösung bringt uns wie so oft der Experten-Modus an der Eingeabeaufforderung (command line, cmd.exe). Mit administrativen Rechten gestartet, dort den folgenden Befehl eingeben.

C:\Program Files\Microsoft Office\Office14> cscript OSPP.vbs /act

Unbenannt-2

Damit hat bisher jede neue Aktivierung geklappt.

Enjoy it, b!

Zeitumstellung und die Windows Server Essentials Status Mails

Aus gegebenem Anlass, falls der Windows Server Essentials keine Status Mails mehr verwenden will. Wir hatten wieder eine Zeitumstellung und damit kommt der Management-Service nicht zurecht.

image

Der Fehler tritt auf, egal ob wir einen Windows Server 2012 R2 oder Windows server 2016 Small Business Esentials betreiben und die Lösung ist immer noch die gleiche wie vor 2 Jahren Winking smile

net stop "Windows Server Essentials Management Service" && net start "Windows Server Essentials Management Service"

Der Windows Server Essentials wäre damit auch ein Produkt, welches von der Abschaffung der Zeitumstellung profitieren würde.

Enjoy it, b!

Hyper-V VM Windows Server 2016 hängt beim Shutdown oder Reboot

Beim letztem Patchday musste ich feststellen, dass ein Windows Server 2016, der als VM auf einem Hyper-V Host lief, keinen Shutdown oder Reboot durchführen konnte. Die VM blieb einfach hängen.

Meine erste Vermutung war ein Problem mit dem Pagefile beim Shutdown und so schaute ich mir die Konfiguration des Servers an.

image

Gemäß der Standard-Einstellung hat sich das Betriebssystem dazu entschieden, dass Pagefile auf Laufwerk D: zu legen. Nach Änderung auf Laufwerk C: (wie im folgendem Bild zu sehen) konnte die VM problemlos herunterfahren oder auch durchstarten.

image

Sollte ich Zeit haben, muss ich mir die Sache genauer anschauen. Aber der Workaround oben hat schon einmal geholfen.

Enjoy it, b!

Hyper-V Linux VM Boot Problem

Für einen aufwendigeren Test hatte ich mir unter Hyper-V eine Linux VM (Generation 2 mit CentOS 7.4) konfiguriert, mit der Absicht deren Disk für eine Reihe weiterer VMs zu verwenden … analog zum SysPrep von Windows.

Der Boot einer neuen VM mit der kopierten Linux VHDX ging aber sofort, mit der folgenden Meldung daneben.

image

Die Lösung des Problems ist, wenn man die notwendigen Schritte kennt nicht sonderlich schwer. Eigentlich haben wir ein Problem mit dem Bootloader von Linux.

Im ersten Schritt schalten wir die VM über das Hyper-V Management aus und fügen im Anschluss (wenn die VM aus ist) ein Linux ISO hinzu. Danach verändern die Boot Reihenfolge so, dass die VM von der DVD (sprich dem ISO Image startet).

image

Die Änderung erfolgt unter Change Hardware/Firmware/Boot order im Hyper-V Management und sollte das DVD-Laufwerk an erster Stelle haben.

  1. DVD Drive
  2. Hard Drive
  3. Network Adapter

Nun wird die VM wieder eingeschaltet und es erfolgt ein Boot von der DVD. Innerhalb des Boot-Menüs erfolgt dann die Auswahl Select Troubleshooting / Rescue a CentOS system.

image

Linux erkennt nun die vorhandene Installation und mounted diese unter /mnt/sysimage

Damit liegt unser Boot-Verzeichnis unter /mnt/sysimage/boot/efi/EFI und wir können das mit Hilfe der folgenden Schritte reparieren.

# Wechsel in das EFI Verzeichniss
cd /mnt/sysimage/boot/efi/EFI
# "Weg-Kopieren" des Boot files
cp -r centos/ boot
# ODER ALTERNATIV bei Ubuntu
cp -r ubuntu/ boot
mv fbx64.efi grubx64.efi

Nun fahren wir das Linux System wieder runter …

shutdown

… schalten die VM aus und ändern erneut die Boot-Reihenfolge unter Change Hardware/Firmware/Boot order im Hyper-V Management damit nun die VHD an erster Stelle steht.

  1. Hard Drive
  2. DVD Drive 
  3. Network Adapter

Damit startet mein CentOS ohne Probleme.

Enjoy it, b!