Fix: Windows 10 Update 21H2 und der Essentials Connector

Info: Bitte die Update Historie unten lesen, ursprünglich wurde das Script für Windows 10 Version 1903 entwickelt und seitdem immer wieder getestet und aktualisiert. Für alle die nicht lesen wollen, die aktuelle Version des Scripts befindet sich hier .

For the english version, please follow this Link.

Zumindest aus Sicht des Windows Server Essentials Connector ist jedes Update von Windows 10 spannend. Die seit gestern offiziell verfügbaren Version 1903 für Windows 10 versäumt es beim Upgrade, die für die Ausführung des Windows Server Essentials Connectors notwendigen Dienste (Services) zu migrieren. Die sind nach dem Update nicht mehr vorhanden.WSE-1903

Damit ist der Windows 10 Client nicht mehr in der Lage sich am Windows Server Essentials an zu melden um seinen Status zu kommunizieren oder eine Sicherung durch zu führen. Im Dashboard des Server erscheint der Client Offline.

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Damit das wieder klappt, müssen die Services hergestellt werden. Das geht am einfachsten durch das folgende Script, welches die Services in Form von REG-Dateien in die Registry importiert. Im Anschluss, nach einem Neustart funktioniert der Connector ohne Probleme.

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Das Script und die dazu notwendigen REG-Dateien sind in der ZIP Datei als Download verfügbar. Für eventuelle Schäden lehne ich jegliche Haftung ab.

  • Die Ausführung des Scripts muss in einer PowerShell-Session als Administrator erfolgen
  • Script und REG-Dateien müssen zwingend im gleichen Verzeichnis liegen
  • Das Script prüft ob es sich um den Version 1903 oder höher handelt. Nur dann werden die REG-Dateien in die lokale Registry des Windows 10 Clients eingetragen

Möglicher Weise können Probleme mit der PowerShell Execution-Policy auftreten, dazu wende ich den folgenden Workaround an.

Get-Content -Path .\Fix-WSeLaunchpad-1903.ps1 | PowerShell.exe -NoProfile -

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Update 30.05.2019:

Inzwischen ist es mir gelungen, dass Microsoft dieses Problem als Bug (Fehler) betrachtet und an einem Fix arbeitet. Wie schnell damit zu rechnen ist, kann ich nicht sagen melde mich aber wenn ich weiteres weiß.

Update 15.07.2019


Das Script, und damit der Workaround funktionieren mit dem WSE 2016 und dem WSE 2012R2, dass mag im Blog nicht richtig rüber gekommen sein. Für die anderen Versionen (WSE 2011 und 2012) müsste man die Registry-Einträge des Connectors vergleichen.

Update 21.07.2019


Ich hatte nun die Gelegenheit Windows 10 Clients an einem SBE 2012 (ohne R2) um zu stellen und muss gestehen, dass das Script hier definitiv nicht funktioniert. Der Clientconnector dort verwendet wohl andere Einträge in der Registry als unter Windows Server 2012R2/2016.

Update 18.11.2019


Mit dem Update auf Windows 10 1909 gibt es keine Probleme, dass liegt an der von Microsoft geänderten Bereitstellung. Dazu werden vornehmlich nur Features freigeschaltet, die schon in früheren Versionen vorhanden waren.

Update 11.12.2019


Wird ein ISO mit Windows 10 1909 für einen Upgrade, zum Beispiel von Windows 7 auf Windows 10 verwendet. Schlägt der Bug wieder zu und das bisherige Script funktioniert leider nicht. Darum habe ich eine kleine Änderung durchgeführt und eine Version erstellt (steht nun auch in der History), die mit 1903 und neuer funktioniert.

Update 15.05.2020

Auch mit Windows 10 2004 tritt dieses Problem auf und kann über das Script behoben werden. Ich habe an diesem eine Reihe kleinerer Korrekturen durchgeführt und hier zum Download bereitgestellt.

Update 23.10.2020

Seit dem letzten Jahr, oder denken wir in Updates, seit Windows 10 Version 1909, liefert Microsoft das Herbstupdate als normales Windows Update aus, dass Features die im Verlauf der letzten Monate durch Updates (in 2004) installiert wurden aktiviert. Damit funktioniert das Update auf diesem Weg ohne Probleme und das Script ist nicht notwendig. Erfolgt aber ein Upgrade, zum Beispiel der Version 1909, durch das Windows 10 20H2 ISO, kann das Script im Anschluss den Connector reparieren.

Update 05.06.2021

Mit dem Windows 10 21H1 Update funktioniert das Script in der aktuellen Version ohne Änderungen. Wird das Update über den WSUS oder Windows Update installiert, dann funktioniert der Windows Essentials Connector ohne Probleme und das Script ist nicht notwendig. Erfolgt das Update hingegen über eine ISO Datei, die es als Download bei Microsoft gibt, kann der Essential Connector im Anschuss über das Script repariert werden.

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Windows Update Error 0x80080005

Im Verlauf der letzten Update-Installation, hatte ich einige (drei) Windows Server 2016 die entweder die Updates nicht herunterladen oder sie im Anschluss nicht installieren wollten.

Die Installation blieb dabei bei einem Prozentwert (häufig 9 und 3%) stehen, oder der Download dauerte Stunden!

Ein manueller Versuch die Updates zu installieren endete mit einem 0x80080005 und der Windows Troubleshooter war ebenfalls nicht in der Lage einen von ihm erkannten Fehler im Windows Update zu beheben. Vielleicht habe ich mit 3 Stunden auch nicht lange genug gewartet, aber letztendlich musste eine funktionierende Lösung her.

Das Problem welches hier zu Grunde liegt, ist eine Korruption der Datenbank von Windows Update. Eine mögliche Lösung ist, dass man diese oder genauer gesagt den Ordner in dem diese liegt löscht. Damit geht aber die Option verloren, alte Updates zu entfernen.

Grundlagen

Die Lösung an sich ist recht einfach, den im Betriebssystem müssen lediglich zwei Ordner gelöscht werden:

# Löschen des Ordners SoftwareDistribution
%WINDIR%\SoftwareDistribution
# Löschen des Ordners Catroot2
%WINDIR%\System32\catroot2

Allerding sind die Ordner/Dateien von einer Reihe von Diensten im Zugriff und diese müssen zuerst einmal beendet werden. Darüber hinaus sind diese Dienste (Services) so konfiguriert, dass sie nicht immer laufen, sondern bei Bedarf getriggert werden. Ein simples net stop würde die laufenden Dienste beenden, was aber nicht sonderlich elegant ist.

net stop wuauserv
net stop cryptSvc
net stop bits
net stop msiserver

Code / Script

Mit PowerShell lässt sich das auf elegantere Weise lösen, allerdings wollte ich die Prüfung ob noch Dateien im SoftwareDistribution-Verzeichnis geöffnet sind nicht zu komplex gestalten. Darum habe ich handle.exe von Sysinternals als externes Programm verwendet.

Das Script kann über diesen Link heruntergeladen werden.

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Code [Line 14 – 19]
Im Array $Services (Line 5) werden die zu stoppenden Dienste definiert und im Anschluss erfolgt eine Abfrage ob diese auch wirklich am laufen “Running” sind und nur dann werden sie auch gestoppt.

Code [Line 22]
Handle.exe (optional kann auch handle64.exe hier verwendet werden) liefert die Information zurück, ob eine Datei (die DataStore.ebd) noch geöffnet ist. Damit hat möglicher Weise das Beenden von einem der Dienste nicht funktioniert.

Code [Line 25 – 29]
Für den Fall, dass hier noch einer der Dienste die DataStore.ebd geöffnet hat, wird dessen Prozess über Stop-Process beendet. Spätestens jetzt wurde damit die Grundlage geschaffen das Windows System im Anschluss neu zu starten.

Code [Line 32 – 33]

Die beiden Verzeichnisse SoftwareDistribution und CatRoot2 sollten sich nun ohne Probleme löschen lassen.

Code [Line 36]

Nach einem erfolgtem Neustart werden die Verzeichnisse SoftwareDistribution und CatRoot2 vom Windows Update Dienst wieder angelegt und auch die darin notwendigen Dateien neu erstellt.

Darum können wir auf den Start der Dienste verzichten, sondern überlassen diese Aufgabe dem Neustart des Betriebssystems. Ein Aufruf von Update zeigte dann auch alle notwendigen Updates an und konnte auch diese Installieren.

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LANCOM – Dead Peer Connection Timeout

Nach einem Abbruch einer VPN-Verbindung eines Windows Clients, konnten mit einem LANCOM Router keine VPN-Verbindungen mehr aufgebaut werden. Um eine Lösung für dieses Problem zu finden, war ich mit dem Hersteller mehrere Wochen in Kontakt. Starten möchte ich aber mit dem Setup der Umgebung.

Ausgangsituation

LANCOM 1781VA Router mit mehreren VPN-Verbindungen. Zwei davon sind permanente VPN-Tunnels zu Partnern und Standorten, dazu existiert für 5 Clients die Möglichkeit sich über VPN in das Firmennetzwerk einzuwählen.

Die folgende Abbildung zeigt aktuell drei Verbindungen mit den folgenden Funktionen.

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  • HI-VPN stellt eine von Router ausgehende Verbindung zu einem Partner-Netzwerk dar
  • LC-1781VAW ist die eingehende Verbindung einer Zweigstelle
  • XX-NBK-<?>-VPN die Einwahl der Mitarbeiter aus dem Homeoffice durch den LANCOM Advanced VPN Client

Problem

Wurde von einem der Mitarbeiter im Homeoffice die Verbindung nicht ordentlich getrennt, sondern das Notebook nur in den Sleepmodus gesetzt. Dann zeigte nach ungefähr 2min das VPN auf dem LANCOM 1781VA Router einen Fehler mit einem “Dead Peer Connection Timeout”.

Keine der vorhandenen VPN-Verbindungen (sowohl Partner als auch Zweigstelle) konnte danach aufgebaut werden.

Beheben ließ sich dieses Problem nur, durch einen Neustart des Routers. Dieser funktionierte dann wieder problemlos, bis der nächste Mitarbeiter das Notebook schlafen legte.

Lösung

Der Verursacher des Problems war,  das sowohl im IDS und im DoS die Option Lock target port aktiviert war. Anscheinend erkennt der LANCOM Router den Abbruch der Verbindung als IDS/DoS und sperrt daraufhin die Ports welche für das VPN notwendig sind.

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Nachdem die Option Lock target port deaktiviert wurde, läuft der Router wieder ohne Probleme wie ein Schweizer-Uhrwerk.

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Windows SBE remotewebaccess.com Update schlägt fehlt

Mit dem Beginn dieser Woche (KW11/2021) waren einige meiner auf Windows Server 2012R2 basierenden Small Business Essential Server nicht mehr in der Lage ihre für den Anywhere-Access notwendige Sub-Domain unter remotewebaccess.com zu aktualisieren. Genau genommen betrifft das Problem alle SBE, aber manche haben eine statische IP-Adresse und was sich nicht ändert, muss man auch nicht aktualisieren. Die Problem-Kandidaten waren also Kunden (Telekom- und 1&1 ) die täglich eine neue dynamische IPv4-Adresse vom Provider bekommen.
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Damit klappte natürlich auch der Zugang auf https://sbe.remotewebaccess.com/remote nicht mehr. Da hinter dem Zugang über remotewebaccess.com ein Zertifikat steckt, hat auch ein Zugang über “nur” die IP nicht gut funktioniert.

Das Fehlerbild war dubios, bis ich die Idee hatte das möglicher Weise der auf dem SBE laufende Update Client ein Problem mit der Verschlüsselung haben könnte. Stichwort TLS 1.0, TLS 1.1 Deaktivierung durch Microsoft.

Wenn man einen Blick auf die Release Documentation for Windows Server Essentials wirft, findet man zum eine Aktualisierung von 10.03.2021 …

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… und dazu den folgenden Absatz.

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Auch der Windows Server Essentials soll TLS 1.2 nutzen, Nach diesem Absatz dachte ich, OK – das ist es nicht, der Windows Server 2012R2 und neuer verwenden automatisch TLS.

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Diese Aussage trifft zwar auf den Windows Server selbst zu, aber für das .Net Framework war dennoch ein wenig Nacharbeit notwendig und damit war ich auch auf die Lösung des Problems gestoßen.

Für beide auf dem Server installierten .Net Versionen (v2.0.50727 und v4.0.30319) mussten die folgenden Einträge in die Registry zusätzlich eingetragen werden.

# 64-bit OS
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727]
"SystemDefaultTlsVersions" = dword:00000001
"SchUseStrongCrypto" = dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319]
"SystemDefaultTlsVersions" = dword:00000001
"SchUseStrongCrypto" = dword:00000001
# 32-bit Applications running on 64-bit OS
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727]
"SystemDefaultTlsVersions" = dword:00000001
"SchUseStrongCrypto" = dword:00000001

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319]
"SystemDefaultTlsVersions" = dword:00000001
"SchUseStrongCrypto" = dword:00000001

Mit PowerShell geht das sehr einfach die Befehle müssen als Administrator in PowerShell (elevated Session) ausgeführt werden.

# PowerShell
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727" -Name "SystemDefaultTlsVersions" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727" -Name "SchUseStrongCrypto" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319" -Name "SystemDefaultTlsVersions" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319" -Name "SchUseStrongCrypto" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force

New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727" -Name "SystemDefaultTlsVersions" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v2.0.50727" -Name "SchUseStrongCrypto" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319" -Name "SystemDefaultTlsVersions" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\.NETFramework\v4.0.30319" -Name "SchUseStrongCrypto" -Value 1 -PropertyType DWORD -Force

Danach noch den Server neu starten (Restart-Computer).

Update 20.03.2021
Für den Windows Server 2012 (OHNE R2) sind neben den oben beschriebenen Einträgen noch die folgenden Keys in der Registry zu setzen

# PowerShell
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\WinHttp" -Name "DefaultSecureProtocols" -Value '0xAA0' -PropertyType DWORD -Force
New-ItemProperty -Path "HKLM:\SOFTWARE\Wow6432Node\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Internet Settings\WinHttp" -Name "DefaultSecureProtocols" -Value '0xAA0' -PropertyType DWORD -Force

Microsoft bietet hier auch ein eigene Lösung an um den Fix zu installieren. Dazu gibt es weitere Infos hier.

Update 22.03.2021
Das Problem tritt natürlich auch auf dem Windows Server 2016 SBE auf, und kann mit den gleichen Einträgen in der Registry wie für Windows Server 2012R2 behoben werden.

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Die Abbildung oben zeigt den Fehler des Update-Mechanismus auch im Windows Eventlog unter Microsoft-Windows-ServerEssentials/Admin.

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SQL Server Configuration Manager [0x80041010]

Nachdem ich auf einem Microsoft SQL Server eine Instanz deinstalliert hatte, wurde Start des SQL Server Configuration Manager, mit der folgenden Fehlermeldung quittiert und ich eine Konfiguration war nicht mehr möglich.

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Microsoft selbst beschreibt in diesem Artikel sehr gut, wie das Problem gelöst werden kann. Da bei mir die Datei sqlmgmproviderxpsp2up.mof  fehlte, kam ich um eine Reparatur des SQL Server nicht umhin.

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Dazu ist im übrigen das SQL Server Installationsmedium notwendig (bei mir lag das ISO-File noch im Verzeichnis c:\temp\sql2019).

Nach der Reparatur und einem Neustart, funktioniert auch der Sql Server Configuration Manager wieder.

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Windows 10 KB5000802 Update 03/2021

Neben den schon mehrfach publizierten Problemen mit dem März-Update (KB5000802), konnte ich auf zwei PCs ein “Hängen” des Windows Explorers feststellen.

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Der Explorer selbst oder auch das Startmenü haben nach der Installation des Updates ihren Dienst komplett oder Teilweise eingestellt. Eine Deinstallation des Updates hat das Problem dann wieder behoben.

Da beide PCs eine ähnliche Ausstattung an Hard- und Software hatten (Lenovo L14 AMD), kann ich natürlich nicht zu 100% die Schuld bei dem Update suchen. Es könnte auch ein spezifisches Problem zwischen dieses Notebooks und dem Patch sein.

# Deinstallation ohne Neustart
wusa /uninstall /kb:5000802 /quiet /norestart

# Deinstallation mit Neustart
wusa /uninstall /kb:5000802 /quiet /forcerestart

Da der Windows Explorer nicht richtig mehr funktionierte, aber der Taskmanager noch zu starten war, habe ich von diesem aus eine cmd.exe oder PowerShell.exe mit Administratoren-Rechten gestartet um den Befehl oben auszuführen.

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BlueScreen / Stopp, Windows 10 CSC reset

Nach dem Update auf Windows 10 Version 20H2, der Herbstversion 2020 hatte ich auf einer Reihe von Lenovo Notebooks und auf zwei Microsoft Surface Pro Tablets das Problem, dass sich im Verlauf der Anmeldung das Betriebssystem mit einem Bluescreen (BSOD, Stopp-Fehler) verabschiedete.

IMG-20201209-WA0000_ON1_Cloud

Für alle die hier nicht mehr weiterlesen wollen, könnte das Setzen des folgenden Parameters in der Registry von Windows 10 und ein damit verbundener Neustart das Problem beheben.

Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\CSC\Parameters]
"FormatDatabase"=dword:00000001

Neustart nicht vergessen Smile

Alle Interessierten dürfen gerne den Rest des Beitrags lesen.

Fehlerbild(er)

Eine Reihe mir zugesandter Screenshots die von den Anwendern mit dem Smartphone erstellt wurden, zeigten ein diffuses Fehlerbild.

Unterschiedlich war dabei immer die Fehlerursache, dabei tauchten verschiedene Komponenten des Betriebssystems auf:

  • mrxsmb20.sys (7x), mountmgr.sys (1x) und auch der volume.sys (1x)
  • Lenovo L460, L470 und T14L
  • Surface Pro 4 und Surface Pro 7

Gleich waren auf allen Windows 10 Systemen die folgenden Parameter

  • Der BSOD tauchte immer während der Anmeldung auf
  • Windows 10 Version 20H2
  • kürzlich auf die Version 20H2 aktualisiert
  • Nach dem Update lief der Computer im Netzwerk (Firma) stabil!
  • Der Computer ist Mitglied einer Domäne, aber die Anmeldung erfolgte ohne Verbindung zum Domain Controller im HomeOffice
  • Konfiguriertes OneDrive for Business

Workarounds

Eine schnelle Lösung brachte die Verwendung eines lokalen Benutzers auf den Endgeräten. Der Computer war zwar nach wie vor Mitglied der Domäne, aber von Benutzer wurde im HomeOffice ein lokales Konto verwendet. Dieses hatte ich entweder im Vorfeld schon angelegt, konnte es über Teamviewer “nachrüsten” oder der Anwender war dazu selbst in der Lage.

Damit war ein Zugang per RDP auf den eigentlichen PC innerhalb der Firma möglich und der Druck erst einmal weg.

Darüber hinaus brachte das Zurücksetzen von Windows auf die vorherige Version bei allen Surface Geräten Abhilfe. Der BSOD war verschwunden! Ich muss aber gestehen, dass ich das auf den Lenovo Notebooks nicht in Betracht ziehen wollte.

Zusammenfassend konnte das Problem schnell mit den beiden folgenden Ansätzen gelöst werden.

  1. Verwenden eines lokalen Benutzers (den ich inzwischen generell immer anlege, zusätzlich zu einem lokalen Admin) und auch einrichte (Outlook, OneDrive, …)
  2. Rückkehr auf die vorherige Version von Windows 10

Zufrieden war ich aber mit beiden Lösungen nicht. Zum einen führen lokale Benutzerprofile dazu, dass irgendwann Daten darin verschwinden und nicht mehr auf dem Server gespeichert werden. Eine Rückkehr auf die vorherige Version von Windows kann nur temporär eine Lösung sein, das nächste Update kommt bestimmt. Also musste dafür eine ordentliche Lösung gefunden werden und kein Workaround. Durch die Workarounds konnten alle Anwender zunächst einmal arbeiten.

Die eigentliche Lösung

Durch das Auftauchen von Komponenten die mit dem Speicher (Festplatte) und Cache von Windows zu tun hatten, dachte ich zuerst an einen Defekt des Notebooks. Da der BSOD aber nach der Verwendung des lokalen Benutzer-Kontos nicht mehr auftrat, konnte ich diesen Verdacht beiseitelegen und außerdem hatte ich inzwischen das Problem auf mehreren Geräten.

Geblieben waren aber der mrxsmb20.sys und das der STOPP-Fehler der generell bei einer Anmeldung ohne Domain Controller erfolgte.

Das zeigte mir auch ein Blick in den memory.dmp (PROCESS_NAME: winlogon.exe ist der Anmelde-Prozess von Windows)image

Dazu bekommen wir gleich zu Beginn der Analyse den Hinweis, dass etwas beim Zugriff auf das Dateisystem schief gegangen ist, nämlich als eine RDR (ReDirection) stattgefunden hat.

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Das ist der Fall, wenn ein Computer sich Offline anmeldet. Inzwischen konnte ich nachvollziehen, dass die Anmeldung direkt im Firmennetzwerk ohne Probleme funktioniert und lediglich im HomeOffice der BSOD auftritt.

Im ersten Screenshot des Debuggers ist zu sehen, dass es sich um einen ExceptionCode c0000005 handelt und der Zugriff auf den Offline Cache fehl schlägt. Der entsprechende Ordner dafür liegt im Windows Verzeichnis mit dem Namen CSC.

# Windows Client Side Cache Ordner (Offline Files)

%WINDIR%\CSC

Die Berechtigungen auf diesen sind einfach gehalten und mit SYSTEM:F überschaubar. Allerdings lassen sie sich nur im passenden Kontext überprüfen. Ich verwende dazu Psexec.exe von Sysinternals, welches mit dem Parameter –s im Systemkontext gestartet werden kann.

# Start von Psexec.exe unter Local System

C:\Temp> "\Program Files (x86)\Windows Sysinternals Tools\psexec.exe" -s cmd.exe

# Kontrolle der Berechtigungen

C:\Windows> cacls csc /t

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Nachdem die Berechtigungen richtig angezeigt wurden, erinnerte ich mich an frühere Migrationen von Dateiservern wo im Anschluss der CSC Cache Probleme gemacht hat und zurück gesetzt werden musste. Korrekter Weise dessen Datenbank und ein Upgrade von Windows 10 auf eine höhere Version könnte hier durchaus ebenfalls zu Problemen oder Inkompatibilitäten führen.

Ein Rücksetzen des CSC ist über den folgenden Registry-Eintrag möglich. Natürlich verbunden mit einem notwendigen Neustart des Computers.

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Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\CSC\Parameters]
"FormatDatabase"=dword:00000001

Damit war auch eine Anmeldung im HomeOffice möglich und damit die Lösung des Problem gefunden.

Alle nun folgenden Notebooks habe ich gleich im Anschluss nach dem Upgrade ebenfalls mit diesem Eintrag versehen und die CSC Datenbank gelöscht. Das Problem ist danach nicht mehr aufgetreten.

Enjoy it, b!

Windows 10 Upgrade schlägt fehl

Beim Upgrade von zwei Windows 10 PCs wurde ich von der folgenden Fehlermeldung überrascht.

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Windows kann mithilfe von Setup nicht auf einem USB-Speicherstick installiert werden.

Windows war der Meinung, dass die interne Festplatte (eine SSD) ein USB-Stick wäre. Lösen lässt sich dieses Problem, indem in der Windows Registry der folgende Wert auf 0 gesetzt wird.

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HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control
PortableOperatingSystem = 0

Damit konnte Windows ohne Probleme auf die gerade aktuelle Version 20H2 aktualisiert werden.

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GPO Error "Resource $(string id="Win7Only)‘

Die Fehlermeldung lautet wie folgt und erscheint bei der Anzeige der Settings / Einstellungen einer GPO.

Error "Resource $(string id="Win7Only)' referenced in attribute displayName could not be found" when opening gpedit.msc in Windows

Im GPO-Management wird der Fehler wie folgt angezeigt.

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Microsoft selbst, kennt den Fehler auch und liefert in diesem KB-Artikel die Lösung, bzw. einen Workaround wie man den Fehler beheben kann.

https://support.microsoft.com/en-us/help/4292332/error-when-you-open-gpedit-msc-in-windows

Der Fehler ist bei mir aufgetreten, nachdem ich eine auf Windows Server 2012 R2 laufende Domain für Windows Hello vorbereiten wollte, dazu gehört auch das Aktualisieren der ADMX-Dateien.

Da ich schon die aktuellen ADMX-Dateien eingespielt hatte, hier geht es zu den Windows 10 ADMX-Dateien für Version 2004, blieb mir nur die Möglichkeit die ADML-Datei zu editieren. Das kann man entweder mit Notepad oder mit Notepad++ machen.

Dazu habe ich die folgenden Schritte durchgeführt.

Erstellen eines Backups für die SearchOCR.adml Datei im folgenden Ordner:

C:\Windows\SYSVOL\domain\Policies\PolicyDefinitions\en-US

Das geht am einfachsten in einer Eingabeaufforderung oder in PowerShell mit xcopy, wobei beide Sitzungen mit erweiterten Adminrechten gestartet werden müssen.

C:\Windows\SYSVOL\domain\Policies\PolicyDefinitions\en-US
# Wechsel in der Verzeichnis mit den PolicyDefinitions der jeweiligen Sprache
C:\Windows\SYSVOL\domain\Policies\PolicyDefinitions\en-US
# Sichern der alten Datei mit dem Namen searchocr.adml durch xcopy
xcopy searchocr.adml \temp

Dann wird mit dem Editor eine Leerzeile in Zeile 26 eingefügt, und in diese leere Zeile der folgende String kopiert.

# Einfügen des folgenden Strings in Zeile 26"
Microsoft Windows 7 or later

Im Editor sieht das dann wie folgt aus.

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Danach ist die Fehlermeldung verschwunden und die GPO-Einstellungen werden korrekt angezeigt.

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Supermicro X11SCH-F “other devices”

Nach der Installation von Windows Server 2019 wird für das Supermicro X11SCH-F Motherboard eine Reihe von unbekannten Geräten (other devices) angezeigt, für die kein Treiber installiert werden wurde.

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Würden wir uns auf einem Windows Server ohne GUI (Desktop Experience) befinden, dann wäre DevManView von Nirsoft die erste Wahl um die korrekte Installation von Treibern und Geräten zu kontrollieren. Das Tool ist kostenfrei und gehört nach meiner Meinung auf jeden Windows Server Core, aber das nur nebenbei.

Die Lösung dieses Problems, habe ich in Teilen in diesem Blog beschreiben. Interessanter Weise hat aber die Installation des aktuellsten Intel Chipset INF Utility nicht alle Geräte korrekt mit Treibern versorgt.

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Übrig geblieben sind zwei Geräte mit der Bezeichnung PCI Simple Communications Controller

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Windows Update wollte für die beiden Geräte ebenfalls keine Treiber bereitstellen und so war etwas Recherche notwendig, um hier eine Lösung zu finden. Für mich interessant war, dass Supermicro ebenfalls auf seiner Webseite einen Intel Chipsatz Treiber anbietet, der nicht ganz der aktuellen Version von Intel entspricht, dass Problem aber behoben hat.

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Dabei gab es aber noch ein kleineres Problem zu lösen. Wenn nun schon das aktuelle Intel Chipset INF Utility installiert wurde, bemerkt das der Installer infinst_autol.exe und bietet ein Downgrade an, was natürlich eine Option sein könnte. Eine Alternative ist aber, explizit mit einem rechten Mausklick und Update driver, den Pfad für den Treiber mit anzugeben.

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Die Installation muss explizit für jedes Gerät erfolgen:

  1. Rechtklick und Auswahl von Update driver
  2. Auswahl von Browse my computer for driver software
  3. Über die Option Browse den Pfad zum Treiber für Windows 10-x64 angeben und den Treiber installieren

    C:\Users\Administrator\Downloads\Chipset_v10.1.17861.8101\DriverFiles\production\Windows10-x64

Beide Geräte wurden damit erfolgreich erkannt.

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Da es sich um Treiber für die Intel Management Engine handelt, wäre möglicher Weise eine Suche nach einen passenden Treiberpaket dafür ebenfalls von Erfolg gekrönt gewesen. Letztendlich hat es aber so auch funktioniert.

Enjoy it, b!