Server Core: Eine Alternative zum Resource Monitor

Windows Server Core und auch der Microsoft Hyper-V Server lassen die notwendigen Funktionen vermissen, damit der Windows Resource Monitor auf diesen ausgeführt werden kann.

Ich mag den Resource Monitor sehr, ermöglicht er doch einen schnellen Blick auf die Auslastung des Systems und zusätzlich zum Task Manager die Möglichkeit die Disks im Auge zu behalten.

Eine generelle Alternative zum Taskmanager, auch mit der Option diesen zu ersetzen, stellt der Process Monitor von Sysinternals dar. Dieser bietet eigentlich alles und noch viel mehr als dieser, zeigt aber wiederum die Netzwerkauslastung nicht so schön an.

Da der Versuch den Resource Manager zu starten, auf den Core Versionen des Windows Servers ohnehin nur eine Fehlermeldung produziert, dachte ich mir es wäre praktisch darüber den Process Explorer starten zu können.

Die folgende Abbildung zeigt das Problem …

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… die Lösung dazu ist relativ einfach. Es muss lediglich ein Hardlink erstellt werden. Dabei wird der Pfad des Process Explorers als Resmon.exe in das Windows System Verzeichnis gelinkt.

:: Erstellen eines Hardlinks mit mklin.exe

C:\Windows\System32> mklink resmon.exe "c:\Program Files (x86)\Windows Sysinternals Tools\procexp.exe" /h
Hardlink created for resmon.exe <<===>> c:\Program Files (x86)\Windows Sysinternals Tools\procexp.exe

Mit diesem Workaround startet der Process Explorer und bietet über seine System Info einen Einblick zur aktuellen Auslastung (I/Os) der Platten.

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Enjoy it, b!

Windows Server 2012 R2 “Signing out”

Immer mal wieder habe ich bei einem Windows Server 2012 R2 das Problem, dass dieser Ewigkeiten mit einer Abmeldung beschäftigt ist und dieser Prozess zu hängen scheint.

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Ein ähnliches Problem wird in diesem Blog beschrieben und auch dafür eine Lösung geboten, ich habe mir aber wie folgt beholfen.

  1. Öffnen einer Session mittels PsExec auf den betroffenen Server
  2. Abfrage der Sessions mit query session
  3. Logoff der Session über die ID

Die im Blog empfohlenen Fixes waren oder sind ja auf dem Windows Server noch nicht installiert.

# Aufbau einer Session mit PsExec
psexec \\server cmd.exe

# Abfrage der aktiven Sessions (hier die ID heraussuchen)
query session

# Abmelden der Session, logoff ID
logoff 3

Das sieht dann wie folgt aus.

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Enjoy it, b!

RDP Sessions und ein 4k-Notebook

Ein Stück weit klingt es wie ein “IT-First-World-Problem” … da hat man ein Notebook mit einem 4k-Display und jammert über die zu kleine Auflösung in RDP-Sitzungen (oder anderen Anwendungen, wie z.B. dem Open Live Writer mit dem ich diesen Post erstellt habe). Microsoft selbst ist sich dieses Problems ebenfalls bewusst und beschreibt in folgendem Blog die Hintergründe dazu sehr gut. https://blogs.technet.microsoft.com/askcore/2016/08/16/display-scaling-changes-for-the-windows-10-anniversary-update/

Dennoch strengen die kleinen Fenster der RDP-Sitzungen mit den fast nicht lesbaren PowerShell bzw. Command Prompts ungemein an. Änderungen innerhalb der RDP-Sitzung sind vom dahinter laufenden Betriebssystem abhängig und wirken sich dann wiederum kontraproduktiv aus, wenn ein Zugriff von einem Gerät mit normaler Auflösung erfolgt. Hier ein Beispiel, damit klar ist von was ich hier Rede (grüner Rand).

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Die Auflösung des Notebooks beträgt 3000×2000 Pixel und die RDP-Session hat 1280×820 …

Nach einigem probieren und suchen, bin ich durch Zufall auf eine Funktion des Sysinternals Tools Zoomit gestoßen welche mir das Problem recht einfach löst. Zoomit bringt eine Funktion mit welche sich LiveZoom nennt und über einen Shortcut aktiviert werden kann (STRG+4). Ich öffne quasi eine RDP-Sitzung und vergrößere dann das Fenster durch drücken von STRG+4.

Natürlich wäre die Verwendung des Windows Magnifiers ebenfalls eine Lösung, allerdings hatte ich Zoomit ohnehin schon im Rahmen von Demos im Einsatz. Den Magnifier selbst beschreibt Microsoft sehr gut unter folgendem Link: https://support.microsoft.com/en-us/help/11542/windows-use-magnifier

Innerhalb von Zoomit verwende ich nun folgende Einstellungen.

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Das Notebook selbst wird mit einer Auflösung von 3000×2000 Pixel und einer Skalierung von 175% betrieben.

Enjoy it, b!