LSI 9240-4i und Supermicro X10SLM+-F

Im Zuge des im nächsten Jahr anstehenden Windows Server 2016 Releases, wollte ich meine Testumgebung wieder auf Vordermann bringen. Die beiden Server sind zwar CPU und RAM seitig gut ausgestattet aber eine 1,5TB Samsung SATA Platte war dann doch ein wenig knapp und darum wollte ich beide Systeme mit einem RAID Controller und 4x4TB Festplatten versehen. Aus den Platten will ich einen RAID 10 bauen (damit es ordentlich läuft) und darauf neben einem primären System mit Hyper-V noch mehrere Boot-from-VHD Instanzen laufen lassen … für die 8TB finden wir also schon Verwendung.

Der LSI Controller (inzwischen ein AVAGO / LSI 9240-4i Controller) war zusammen mit den Platten schnell eingebaut, kein Problem und auch das RAID war schnell erstellt Auf diesem RAID habe ich dann ein Volume mit 64GB gelegt und dieses im RAID Controller BIOS als “Bootable” markiert.

Danach kann die Installation des Betriebssystems beginnen, bei mir wie so oft Microsoft Hyper-V Server 2012 R2.

Leider wurde mir das Volume als Platte nicht im Setup angezeigt:

lsi-1

Für alle die jetzt denken “ließ mal richtig” … der Treiber ist INBOX, sprich Windows bringt einen Treiber mit, welchen man hinterher nur aktualisieren muss. Aber OK, ISO gebaut und über das IPMI Board den Treiber bereit gestellt … selbes Ergebnis – keine Platte.

Nach gefühlten 100 Konfigurationen im BIOS des Servers, mehrfachen löschen des RAIDs hatte ich mich entschlossen einen Call sowohl bei Supermicro als auch bei LSI/Avago zu öffnen. Da der Controller problemlos funktionierte wollte ich nicht so recht an einen Defekt der Hardware glauben.

Supermicro konnte mir hier nicht weiterhelfen (obwohl die Lösung hinterher bei denen lag). Aber der Support war schnell und sehr freundlich.

LSI hingegen dauert immer relativ lange – 4-5h zwischen den Mails, aber letztendlich kam von dort der richtige Hinweis:

image

Darauf habe ich mich entschlossen das BIOS des Servers zu aktualisieren, danach hat es auf Anhieb mit der Installation von Hyper-V Server 2012 R2 geklappt.

Hier noch die Daten dazu:

Controller: Avago / LSI 9240-4i, FW Package 20.12.1-0150, Firmware 2.130.394-2550, 4.36 Build March 25, 2013

Motherboard: Supermicro X10SLM+-F, BIOS 3.0, x10slh5_424.ZIP

image

Das Update des Motherboard BIOS war die Lösung. Nachdem der Server dann lief, habe ich sofort den LSI Controller ebenfalls mit dem aktuellsten BIOS versorgt.

Enjoy it, b!

Windows 10 Gruppenrichtlinien

Mit dem Build 1511 kommen bei mir immer mehr Windows 10 Systeme im SMB Umfeld zu Einsatz. Damit Windows 10 innerhalb einer Windows Domäne sauber konfiguriert werden kann hat Microsoft die entsprechenden ADMX Vorlagen, welche die Grundlagen für die Gruppenrichtlinien (GPOs) darstellen veröffentlicht:

https://www.microsoft.com/en-US/download/details.aspx?id=48257

Für den Build 1511 ist sogar seit dem 17.11.2015 eine aktualisierte Version vorhanden (welche auch abwärtskompatibel ist).

Die Installation der Vorlagen sollte über einen zentralen Speicher (central store – OK, ich verwende das deutsche Wort nicht mehr Winking smile ) erfolgen. Wie dieser angelegt wird ist unter anderem in folgendem Artikel beschrieben:

https://support.microsoft.com/en-us/kb/929841

Im Wesentlichen ist das Vorgehen nicht besonders schwierig:

Herunterladen der aktuellen Templates (hier für Windows 10 Build 1511) unter https://www.microsoft.com/en-US/download/details.aspx?id=48257

Installation des Pakets (Windows10_Version_1511_ADMX.msi) auf einem Server oder PC was letztendlich in einem Verzeichnis C:\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 Version 1511\PolicyDefinitions endet.

Von dort werden die Vorlagen (Templates) in den SysVol Ordner auf den Domain Controller (DC) kopiert:

xcopy "\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 Version 15
11\PolicyDefinitions\*" "%LOGONSERVER%\SysVol\%USERDNSDOMAIN%\Policies\PolicyDef
initions\"

Und die Sprachdateien (Language Files) in einen für die Sprache entsprechenden Unterordner. Ich verwende auf meinen Server generell Englisch, da mir das Übersetzen von Fehlermeldungen zu mühsam ist. Damit ist es bei en-US

xcopy "\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 Version 15
11\PolicyDefinitions\en-US\*" "%LOGONSERVER%\SysVol\%USERDNSDOMAIN%\Policies\Pol
icyDefinitions\en-US\"

Der hier verwendete Xcopy impliziert, dass die Eingabeaufforderung auf Laufwerk C: und elevated (als Administrator) ausgeführt wird.

In SBS Umgebungen eher selten, dafür ein größeren Umgebungen üblich ist der Einsatz von mehreren DCs. Hier sollte, bevor der Store eingerichtet wird, die korrekte Funktion der Replikation geprüft und sichergestellt werden. Die Vorlagen werden dann automatisch zwischen den Domain Controller repliziert.

Beim nächsten Öffnen der Gruppenrichtlinien (Group Policy Managements) werden die neuen ADMX Dateien aus dem Central Policy Store angezogen.

Update 2015-12-02:
Beim Einspielen in einer größeren Umgebung hatte ich prompt das Problem, dass die die DC nicht (mehr) repliziert haben. Aber im Internet ist man ja niemals alleine … hier ein Link zu einer Anleitung mit der sich bei mir der Fehler beheben ließ.

Enjoy it, b!