Goodmorning WSUS

Hier mal wieder ein Beitrag zu meiner Lieblingstechnologie, dem WSUS.

Prinzipiell ermöglicht der WSUS die Nutzung einer Vielzahl von SQL Server Editionen, besonders häufig treffe ich auf die Installation des WSUS in Verbindung mit der SQL Server Express Edition. Diese Edition verwende ich (nicht zuletzt, weil sie nichts kostet) ebenfalls sehr gerne auch für andere Anwendungen. Allerdings muss man hier auf eine Kleinigkeit achten, eine Datenbank darf nicht größer als 10GB werden und damit kommen wir wieder zum WSUS. Die 10GB Grenze sprengt der WSUS bei einer Reihe meiner Installationen, bzw. bewegt sich knapp darüber. Nun stellt sich die Frage: Wie bekomme ich die WSUS Datenbank (die übrigens immer noch SUSDB heißt) wieder klein, also unter die 10GB Grenze.

Die Überschreitung dieser, kündigt sich übrigens auch im Application Eventlog des Servers an.

image

Ist die WSUS Datenbank größer als 10GB geworden, haben wir zwei Möglichkeiten. Wechsel der Datenbank Editon im Hintergrund (SQL Server Standard zum Beispiel) was aber mit Kosten verbunden ist oder versuchen die WSUS Datenbank zu verkleinern.

Verkleinern der WSUS Datenbank

Dazu sind drei Schritte (mit möglichen Wiederholungen) notwendig.

  1. Entfernen von nicht mehr notwendigen Updates, etc.
  2. Ein auf T-SQL basierender WSUS Maintenance Task, https://gallery.technet.microsoft.com/scriptcenter/6f8cde49-5c52-4abd-9820-f1d270ddea61
  3. Abschließender „Shrink“ der WSUS Datenbank

Klingt eigentlich ganz einfach und das ist es eigentlich auch Winking smile 

Schritt 1 – Entfernen von nicht mehr notwendigen Updates …

Für das Entfernen von nicht mehr notwendigen Updates hat Microsoft den Server Cleanup Wizard in den WSUS integriert.

image

Der funktioniert auch gelegentlich, insofern man nicht gleiche alle Optionen auf einmal wählt. In letzter Zeit hatte ich häufig den Fall, dass sich der WSUS im Hintergrund beendet oder der Wizard selbst die gewählten Aufgaben nicht vollständig zu Ende bringen konnte. Einfacher und deshalb von mir bevorzugt finde ich das Durchführen der Bereinigung mit PowerShell.

Invoke-WsusServerCleanup -DeclineSupersededUpdates -DeclineExpiredUpdates -CleanupObsoleteComputers -CleanupObsoleteUpdates

Der Aufruf läuft zwar auch nicht auf Anhieb durch, kann aber im Falle einer Terminierung problemlos nochmals gestartet werden. Ich musste das auf einem Server 9x wiederholen, wichtig dabei ist das eine Bereinigung stattfinden nur leider nicht fertig wird. Ein wiederholter Aufruf (Pfeil Oben-Taste in der PowerShell Konsole) macht da weiter wo der Abbruch stattfand und kommt nach einigen Durchläufen zu einem positiven Ergebnis.

Der folgende Screenshot zeigt die letzten beiden Timeouts des Befehls (#7 und #8) und letztendlich die erfolgreiche Bereinigung (Obsolete Updates Deleted: 103).

image

Im nächsten Schritt müssen wir die SQL Datenbank des WSUS (SUSDB) einem Maintenance Task unterziehen.

Schritt 2 – WSUS Database Maintenance Task

Dafür verwenden wir in Script aus der Technet Gallery …

/******************************************************************************
This sample T-SQL script performs basic maintenance tasks on SUSDB
1. Identifies indexes that are fragmented and defragments them. For certain
   tables, a fill-factor is set in order to improve insert performance.
   Based on MSDN sample at http://msdn2.microsoft.com/en-us/library/ms188917.aspx
   and tailored for SUSDB requirements
2. Updates potentially out-of-date table statistics.
******************************************************************************/

USE SUSDB;
GO
SET NOCOUNT ON;

-- Rebuild or reorganize indexes based on their fragmentation levels
DECLARE @work_to_do TABLE (
    objectid int
    , indexid int
    , pagedensity float
    , fragmentation float
    , numrows int
)

DECLARE @objectid int;
DECLARE @indexid int;
DECLARE @schemaname nvarchar(130); 
DECLARE @objectname nvarchar(130); 
DECLARE @indexname nvarchar(130); 
DECLARE @numrows int
DECLARE @density float;
DECLARE @fragmentation float;
DECLARE @command nvarchar(4000); 
DECLARE @fillfactorset bit
DECLARE @numpages int

-- Select indexes that need to be defragmented based on the following
-- * Page density is low
-- * External fragmentation is high in relation to index size
PRINT 'Estimating fragmentation: Begin. ' + convert(nvarchar, getdate(), 121) 
INSERT @work_to_do
SELECT
    f.object_id
    , index_id
    , avg_page_space_used_in_percent
    , avg_fragmentation_in_percent
    , record_count
FROM 
    sys.dm_db_index_physical_stats (DB_ID(), NULL, NULL , NULL, 'SAMPLED') AS f
WHERE
    (f.avg_page_space_used_in_percent < 85.0 and f.avg_page_space_used_in_percent/100.0 * page_count < page_count - 1)
    or (f.page_count > 50 and f.avg_fragmentation_in_percent > 15.0)
    or (f.page_count > 10 and f.avg_fragmentation_in_percent > 80.0)

PRINT 'Number of indexes to rebuild: ' + cast(@@ROWCOUNT as nvarchar(20))

PRINT 'Estimating fragmentation: End. ' + convert(nvarchar, getdate(), 121)

SELECT @numpages = sum(ps.used_page_count)
FROM
    @work_to_do AS fi
    INNER JOIN sys.indexes AS i ON fi.objectid = i.object_id and fi.indexid = i.index_id
    INNER JOIN sys.dm_db_partition_stats AS ps on i.object_id = ps.object_id and i.index_id = ps.index_id

-- Declare the cursor for the list of indexes to be processed.
DECLARE curIndexes CURSOR FOR SELECT * FROM @work_to_do

-- Open the cursor.
OPEN curIndexes

-- Loop through the indexes
WHILE (1=1)
BEGIN
    FETCH NEXT FROM curIndexes
    INTO @objectid, @indexid, @density, @fragmentation, @numrows;
    IF @@FETCH_STATUS < 0 BREAK;

    SELECT 
        @objectname = QUOTENAME(o.name)
        , @schemaname = QUOTENAME(s.name)
    FROM 
        sys.objects AS o
        INNER JOIN sys.schemas as s ON s.schema_id = o.schema_id
    WHERE 
        o.object_id = @objectid;

    SELECT 
        @indexname = QUOTENAME(name)
        , @fillfactorset = CASE fill_factor WHEN 0 THEN 0 ELSE 1 END
    FROM 
        sys.indexes
    WHERE
        object_id = @objectid AND index_id = @indexid;

    IF ((@density BETWEEN 75.0 AND 85.0) AND @fillfactorset = 1) OR (@fragmentation < 30.0)
        SET @command = N'ALTER INDEX ' + @indexname + N' ON ' + @schemaname + N'.' + @objectname + N' REORGANIZE';
    ELSE IF @numrows >= 5000 AND @fillfactorset = 0
        SET @command = N'ALTER INDEX ' + @indexname + N' ON ' + @schemaname + N'.' + @objectname + N' REBUILD WITH (FILLFACTOR = 90)';
    ELSE
        SET @command = N'ALTER INDEX ' + @indexname + N' ON ' + @schemaname + N'.' + @objectname + N' REBUILD';
    PRINT convert(nvarchar, getdate(), 121) + N' Executing: ' + @command;
    EXEC (@command);
    PRINT convert(nvarchar, getdate(), 121) + N' Done.';
END

-- Close and deallocate the cursor.
CLOSE curIndexes;
DEALLOCATE curIndexes;


IF EXISTS (SELECT * FROM @work_to_do)
BEGIN
    PRINT 'Estimated number of pages in fragmented indexes: ' + cast(@numpages as nvarchar(20))
    SELECT @numpages = @numpages - sum(ps.used_page_count)
    FROM
        @work_to_do AS fi
        INNER JOIN sys.indexes AS i ON fi.objectid = i.object_id and fi.indexid = i.index_id
        INNER JOIN sys.dm_db_partition_stats AS ps on i.object_id = ps.object_id and i.index_id = ps.index_id

    PRINT 'Estimated number of pages freed: ' + cast(@numpages as nvarchar(20))
END
GO


--Update all statistics
PRINT 'Updating all statistics.' + convert(nvarchar, getdate(), 121) 
EXEC sp_updatestats
PRINT 'Done updating statistics.' + convert(nvarchar, getdate(), 121) 
GO

… das über das SQL Server Management Studio ausgeführt wird.

image

Einfach reinkopieren und (New Query) und mit Execute ausführen, dass Script selektiert die SUSDB gleich zu Anfang und beginnt die Indizes neu zu organisieren.

Nun kann die SUSDB verkleinert (Shrink) werden.

Schritt 3 – Verkleinern (Shrink) der SUSDB

Dazu wählen wir im Object Explorer des Microsoft SQL Server Management Studios die SUSDB aus.

image

Danach mit der rechten Maustaste Tasks / Shrink / Database und klicken hier auf OK.

Wie im Screenshot zu sehen ist, hat die Datenbank auf einmal 64% freien Platz … was doch ganz ordentlich ist.

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Wie alles beim WSUS dauert das verkleinern seine Zeit, danach haben wir aber das Problem für die nächste Zeit behoben.

Vorher:

08.05.2018  05:56    10.652.549.120 SUSDB.mdf

Nachher:

08.05.2018  06:16     3.385.720.832 SUSDB.mdf

Enjoy it, b!

Application ESENT 490 Error, SQL Server 2016

Auf einem Windows Server Essentials mit installierten SQL Server 2016 Express hatte ich im Eventlog den folgenden Fehler gefunden.

image

svchost (7204) An attempt to open the file "C:\Windows\system32\LogFiles\Sum\Api.log" for read / write access failed with system error 5 (0x00000005): "Access is denied. ".  The open file operation will fail with error -1032 (0xfffffbf8).

Der Microsoft KB-Artikel 2811556 beschreibt hier als Lösung, dass Hinzufügen des SQL Server Service Accounts (Dienstkonto unter dem der SQL Server läuft) mit entsprechenden Berechtigungen auf das Verzeichnis Sum.

"C:\Windows\System32\LogFiles\Sum"

Der Service Account ist in diesem Fall ein sogenannter Virtual Account (NT Service\MSSQLSERVER) welcher nicht im Active Directory, sondern in der lokalen Benutzer-Datenbank des Servers zu finden ist.

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Um diesen Account hinzu fügen zu können, muss darauf geachtet werden, dass in der Location nicht die Domain, sondern der Name des Servers selbst ausgewählt wurde, dann kann im Feld weiter unten NT Service\MSSQLSERVER eingetragen werden, was automatisch in MSSQLSERVER expandiert wird.

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Auf das Verzeichnis Sum habe ich dann Modify als Berechtigung vergeben und nach unten vererbt.

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Im Anschluss war ein Start des SQL Servers ohne die Fehlermeldung möglich.

An dieser Stelle möchte ich noch Euch allen ein Gutes Neues Jahr wünschen!

Enjoy it, b!