Der Intel P965 Chipset und der AMD AwayMode Treiber (ACPIAWY0001) im Device Manager

Man geht ja mit der Zeit, und so habe ich den Entschluss gefasst meinen Desktop Rechner (Dell Dimension 9200 mit Intel P965 Chipsatz) auf Windows 7 x64 Ultimate umzustellen. Die Installation verlief an sich problemlos, nach knapp einer Stunde stand das neue Windows 7 System bereit zur Anmeldung.

Ein obligatorischer Check im Gerätemanager offenbarte ein “Unkown Device” mit der Device Instance ID “ACPIAWY0001”.

  1. Mein erster Versuch war einfach das Gerät zu deinstallieren, leider ohne Erfolg – nach einem Scan for Hardware changes im Device Manager war der Eintrag wieder da
  2. Der nächste Schritt war die Suche nach einem gültigen Treiber in Windows Update – leider auch ohne Erfolg
  3. Als nächsten Schritt habe ich dann mein Verzeichnis mit Windows Vista und Windows Server 2008 Treibern durchsuchen lassen aus dem sich normaler Weise mein Windows Deployment bedient – und siehe da: auf einmal hatte ich einen AMD AwayMode Treiber auf meinem Intel Rechner installiert ?!

Hier ein kleiner Beweis, dass ich keine Märchen erzähle 🙂 – man beachte oben die Intel Core2 CPU und unten, der AMD AwayMode Treiber

image

Nun war ich der Meinung, dass ich ein Problem haben könnte. Folglich habe ich mich an die Analyse des AMD Treiber Pakets gemacht und in der Tat, in der AMDAway.inf findet sich die passende Device ID … zu meinem Intel Board, bzw. dessen Unknown Device. Im nun folgenden Code einfach nach ACPIAWY0001 suchen 🙂 bzw. Zeile 32 anschauen.

  19: [Manufacturer]
  20: %AMD_MFG% = AWAY_MODE,NTamd64
  25:  
  30: [AWAY_MODE.NTamd64]
  31: %*pnpffff.DeviceDesc% = NULL_DRIVER, *pnpffff
  32: %*pnpffff.DeviceDesc% = NULL_DRIVER, ACPIAWY0001
  33:  
  34: [NULL_DRIVER]
  35:  
  36: [NULL_DRIVER.Services]
  37: AddService = , %SPSVCINST_ASSOCSERVICE%                 ; null service install
  38:  
  39: [Strings]
  40: AMD = "AMD"
  41: AMD_MFG = "AMD"
  42: *pnpffff.DeviceDesc = "AMD AwayMode"
  43:  
  44: ;*******************************************
  45: ;Handy macro substitutions (non-localizable)
  46: ;*******************************************
  47: SPSVCINST_ASSOCSERVICE = 0x00000002
  48:  

Interessant war aber für mich der begleitende Text in der Readme.rtf

“To install the Null INF, copy the installation files to a temporary directory, then use the “Device Manager” to perform an "Update Driver" operation as follows.”

Es handelt sich um einen Null Treiber also einen Treiber der nichts macht außer dieses “Unknown Device” aus dem Device Manager zu entfernen. Nun kam ich auf die Idee, dass es sowas ggf. auch von Intel geben könnte. Eine Suche in meinem Treiber Installationsverzeichnis brachte dann einen zweiten Treiber zum Vorschein, welcher ebenfalls die entsprechende Device ID hatte, es ist der Intel QRT Driver. Ein Blick in die iqrt.inf ergab, dass auch hier ein entsprechender Eintrag vorhanden ist.

  18: [Manufacturer]
  19: %INTEL% = IntelDevice, NTamd64
  20:  
  21: [IntelDevice]
  22: "Intel(r) Quick Resume Technology(r) Driver" = IqrtInstall, ACPIAWY0001
  23:  
  24: [IntelDevice.NTamd64]
  25: "Intel(r) Quick Resume Technology(r) Driver" = IqrtInstall, ACPIAWY0001

(diese inf habe ich unten abgeschnitten ….)

Also habe ich den Intel Treiber dem Device als Update angeboten, welcher auch problemlos installiert wurde. Der Grund wieso bei mir zuerst der AMD Treiber verwendet wurde ist recht einfach – das Verzeichnis mit dem AMD Treiber liegt alphabetisch vor dem mit dem Intel (A vor I) und somit wurde der erste beste (von der ID her passende) genommen.

Nach einiger Recherche im Internet (Bing liefert hier übrigens die besseren Ergebnisse als Google), habe ich herausgefunden das Intel sowie auch AMD auf die PC Hersteller verweisen um diese(n) Treiber zu bekommen. Hier also im Download Bereich nach einem geeigneten Treiber suchen.

Cheers b!

WISO Sparbuch 2009 und der Administrator

Jedesmal wenn ein Update mit WISO Sparbuch 2009 ansteht bekomme ich folgende Fehlermeldung:

Untitled

Lizenzdaten konnten nicht auf Ihrem System geschrieben werden. Bitte überprüfen Sie Ihre Benutzerrechte und melden Sie sich gegebenenfalls als Administrator an.

Die Behebung des Problem verlief wie folgt:

Da ich die Anwendung mit “als Administrator ausführen” also mit sog. elevated Rights gestartet hatte, dachte ich mir – OK, melde Dich einfach als Administrator an. Leider der selbe Fehler …

Ein Anruf bei der Buhl-Data Hotline ergab, dass mein Rechner “verkonfiguriert sei” und ich diesen neu Installieren muss, dann tut es auch. Für die Kosten der Hotline bekommt man übrigens bei Amazon schon das eine oder andere MP3 File im Download. Die Wartezeit sowohl in der Hotline als auch bei einer Anfrage per Mail liesen mich daran zweifeln das die Steuererklärung dieses Jahr noch fertig wird 😉

Da eine Neuinstallation nicht in Frage kam (meine Systeme laufen generell von der Erstinstallation ab mehrere Jahre) habe ich mit dem Prozess Monitor von Sysinternals mein Glück versucht.

Ein direkter Aufruf ohne Installation ist über http://live.sysinternals.com/procmon.exe möglich, alternativ natürlich das ganze Paket unter http://technet.microsoft.com/de-de/sysinternals/bb896645.aspx runterladen.

So, also den Process Monitor gestartet und danach den Update für das WISO Sparbuch 2009 und siehe da, der Process Monitor zeigte folgende Einträge:

image

Access denied (Zugriff verweigert) auf das C:\ProgramData\Buhl Data Service GmbH Verzeichnis. In der Tat, auf dieses Verzeichnis hatte nicht einmal der Administrator Zugriff. Also habe ich die lokale Gruppe der Administratoren darauf mit Vollzugriff (Full) berechtigt und seit dem klappts auch mit dem WISO Sparbuch 2009 wieder.

So jetzt muss ich die Steuer machen …. aber das ist ein anderes Thema.

b!

Centurion R’Bock Mountainbike oder “Ein Flaschenhalter muss es sein …”

Heute Nachmittag konnte ich mich der “Verbesserung” eines Centurion R’Bock 20 MTBs (http://www.centurion.de/public/assets/43e9fc06/R-Bock-20-1.pdf) widmen. Das ist eines der Kinderfahrräder von denen man sagt: “Sowas gab’s bei uns damals nicht …”

Die Punkte welche ich zusammen mit unserem Filius an diesem, nach meiner Meinung sehr guten Fahrrad, in Angriff nehmen musste, waren neben einen etwas “labilen” Schaltungsschutz die Montage eines Trinkflaschenhalters.

Zuerst zu Schaltungsschutz …

Der Schaltungsschutz dient dazu, dass wenn das Bike auf die rechte Seite fällt, der hintere Umwerfer nicht beschädigt wird. Zu diesem Zweck ist an vielen Rädern eine sog. Schaltungsbügge montiert – also quasi ein Überrollbügel für den Umwerfer. Diese stellt aus meiner Sicht den wirklich einzigen Schwachpunkt des Bikes dar – er lässt sich leicht verbiegen und landet dann in der Schaltung bzw. in der Felge. Diese Schaltungsbügge habe ich nun gegen einen kurzen Schaltungsbügel ersetzt, Kostenpunkt ca. 4€ und unter anderem hier erhältlich http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=1809 oder in jedem Radgeschäft.

Und nun zum Flaschenhalter …

Sinnvoller Weise hat Centurion zwei Schrauben am Rahmen vorgesehen um einen Flaschenhalter zu montieren. Allerdings ist an diesem kleinen Rahmen darauf zu achten, dass wenn ein Flaschenhalter benötigt wird dieser ein Entnehmen der Flasche von der Seite aus ermöglicht. Ein Herausziehen der Flasche nach oben geht nicht. Einen entsprechenden Halter mit seitlichem Zugriff (WCW Duo Sideclip) kostet ebenfalls nur ein paar Euronen und ist unter anderem hier erhältlich http://www.roseversand.de/output/controller.aspx?cid=155&detail=10&detail2=2693 

Als Trinkflasche sollte man nicht die bei den Kindern so beliebten Sigg Flaschen verwenden, sondern eine Kunsstoff Trinkflasche mit 0,5l welche sehr gut in den Halter passt und nicht wie wahnsinnig klappert. Gute Erfahrungen habe ich hier mit der Vaude Sonic (0,5l) http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=vd_03601&GTID=4612cb0394e3ffc1903468739ee09872a34 gemacht.

Cheers, B!

Dauer einer RAID-Level Migration bei 3ware Controllern, oder “wenn’s mal wieder länger dauert …”

RAID Controller der Firma 3ware (http://www.3ware.com inzwischen zu LSI zugehörig) bieten die Möglichkeit einen bestehenden RAID-Set zu migrieren. Diese Option beinhaltet folgende Möglichkeiten:

  1. Erweiterung der Kapazität unter Beibehaltung des RAID-Level
  2. Änderung des RAID-Levels

Diese Möglichkeiten sind für sich gesehen nicht besonders und werden von mir auch gerne genutzt, um durch einfaches hinzufügen eine Platte die verfügbare Kapazität eines Controllers zu erhöhen. Möchte man dieses Feature nutzen, sollte man sich über die zu erwartende Zeitdauer im klaren sein. Da in der EDV immer alles recht schnell geht, so lernt man hier das Warten 🙂

Folgende Migration haben ich durchgeführt und dabei wurden diese Zeiten gemessen:

3ware 9650SE-8LPML Controller, RAID6 Migration

3ware 9650SE-8LPML Controller: Erweiterung der Kapazität eines RAID6 Levels um eine weitere Platte. Ausgangssituation war ein RAID6 mit 6x 1TB Seagate Festplatten welcher um eine weitere Festplatte in der Kapazität erweitert werden sollte. Eine wichtige die benötigte Zeit beeinflussende Komponente ist die Background Rebuild/Migrate Rate – welche in beiden Fällen auf Faster Rebuild gesetzt war.

Auf dem 9659SE Controller konnte die Migration innerhalb von 120 Stunden und 4 Minuten abgeschlossen werden, also gut 5 Tage Dauer!

3ware 9500S-8 Controller, RAID5 Migration

3ware 9500S-8 Controller: Erweiterung der Kapazität eines RAID5 Levels um eine weitere Platte. Ausgangssituation war ein RAID5 mit 4x 1,5TB Seagate Festplatten welcher um eine weitere Festplatte in der Kapazität erweitert werden sollte. Eine wichtige die benötigte Zeit beeinflussende Komponente ist die Background Rebuild/Migrate Rate – welche in beiden Fällen auf Faster Rebuild gesetzt war.

Auf dem 9500S-8 Controller konnte die Migration innerhalb von 117 Stunden und 37 Minuten abgeschlossen werden, also gut 5 Tage Dauer!

Durch den von 3ware verwendeten Algorithmus ist während der gesamten Migrationsdauer die Sicherheit der Daten gewährleistet – also ein Ausfall von Laufwerken entsprechend des RAID-Levels abgedeckt. Der nun zusätzlich zur Verfügung gestellte Plattenplatz kann im laufenden Betrieb durch einen Aufruf von Diskpart dem Betriebssystem (Microsoft Hyper-V Server) zur Verfügung gestellt werden.

Hier noch der Aufruf von Diskpart zur Online-Erweiterung des Laufwerks:

C:\Windows\system32> diskpart 

Microsoft DiskPart version 6.#.#### 
Copyright (C) 1999-200# Microsoft Corporation. 
On computer: ######## 

DISKPART> list disk 

  Disk ###  Status      Size     Free     Dyn  Gpt 
  --------  ----------  -------  -------  ---  --- 
  Disk 0    Online        50 GB      0 B 
  Disk 1    Online      3602 GB   931 GB        * 

DISKPART> select disk 1 

Disk 1 is now the selected disk. 

DISKPART> list part 

  Partition ###  Type              Size     Offset 
  -------------  ----------------  -------  ------- 
  Partition 1    Reserved           128 MB    17 KB 
  Partition 2    Primary           3601 GB   129 MB 

DISKPART> select part 2 

Partition 2 is now the selected partition. 

DISKPART> extend 

DiskPart successfully extended the volume.

Enjoy it, B!

Lexmark x502n “Warning: CPU Fan is Locked”

Kürzlich hatte ich ein Problem mit einem Lexmark x502n Multifunktionsgerät. Kurz nach dem Einschalten kam die Meldung am Display “Warning: CPU Fan is Locked!”. Wie das Leben so spielt war die Garantie 6 Wochen abgelaufen und Lexmark zeigte sich nicht bereit eine Reparatur auf Kulanz durch zu führen. Somit fasste ich den Beschluss den Fehler selbst zu beheben.

Der erste Ansatz war, einfach den entsprechenden Lüfter auszutauschen. Dazu habe ich den Drucker geöffnet und den nicht funktionierenden Lüfter identifiziert. Es handelt sich hier um einen Y.S.Tech Lüfter mit folgenden Eigenschaften:

  • Hersteller: Y.S.Tech
  • Modell: FD245010MB
  • Spannung: 24V DC
  • Dimensionen: 50x50x10mm

Nun sollte man eigentlich glauben, dass in einer freien Marktwirtschaft und Zugang zu den internationalem Märkten die Beschaffung eines Ersatz kein Problem darstellen dürfte, doch weit gefehlt! Ich habe bei keinem Herstellern (Papst, Sunon, EKL) oder auch Lieferanten (Conrad, Mükra, Bürklin, …) diesen oder einen vergleichbaren Lüfter finden können. Lediglich bei zwei Hamburger Großhändlern war der Lüfter gelistet – welche aber auf meine Anfrage (Stückzahl 1, Lieferung sofort) nicht reagierten.

Als Lösung musste nun also eine Alternative herhalten. Zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft hatte ich mich mal wieder an Papst-EBM gewendet und dort ein “recht ähnliches” Modell gefunden: Der EBM-Papst514 F/2 http://www.ebmpapst.com/de/products/compact-fans/axial-compact-fans/axial_compact_fans_detail.php?pID=53763

Dieser Lüfter hat sowohl die geforderte 24V DC Betriebsspannung als auch die Abmessungen von 50x50mm. Darüber hinaus gibt es eine Modell-Variante mit Tachosignal (F/2). Dennoch stellte mich das Projekt vor neue Herausforderungen:

  1. Die F/2 Variante war irgendwie nicht zu bekommen. Ich konnte lediglich das Modell ohne F/2 und somit ohne Tachosignal bestellen!
  2. Der Lüfter hat anstatt den 10mm des Y.S.Tech Lüfters 15mm Bautiefe

Problem 1, konnte ich damit lösen dass der 514 und der 514 F/2 identisch sind und beim F/2 ein 3tes Kabel für das Tachosignal angelötet ist. Dieser Lötpunkt ist auch beim normalen 514 vorhanden und so hat sich die Sache mit einem Lötkolben und einem kleinen Kabel erledigen lassen.

Problem 2, die 5mm mehr an Einbautiefe passen in das Gehäuse des Druckers rein. Lediglich die Befestigung muss mit längeren Schrauben erfolgten – oder alternativ mit Pfostensteckern und ein wenig Heißkleber 🙂

Der nun so umgebaute Papst 514 Lüfter wird mit dem Anschlusskabel des Y.S.Tech Lüfters verlötet oder über eine Lüsterklemme verbunden. Das alles wieder eingebaut in den Drucker und dieser startet wie gewohnt vor dem Ausfall des Y.S.Tech Lüfters ohne die Fehlermeldung.

Update 1 vom 29.05.2009 (23:05) und vom 13.07.2009 (21:01)

Smartcooler bietet einen Lüfter an, welcher von den Abmessungen identisch mit dem Y.S.Tech Lüfter ist und mit weniger Aufwand als das Papst Modell verbaut werden kann. Der Lüfter ist auch für private Personen im Online-Shop erhältlich. Hier der Link mit dem Modell http://www.smartcooler.de/frscd-SL.htm (LFW1150S30T3). Der Lüfter passt mit seinen Anschlüssen (wie auch schon die anderen genannten Lüfter) nicht auf die Platine des Druckers. Aus diesem Grund hat Smartcooler einen Adapter beigelegt welcher mit dem 3-poligen Stecker des Lüfters verbunden werden kann. Die andere Seite des Adaptes hat 3 offene Lizenenden welche mit dem Stecker des ursprünglichen Lüfters verlötet werden können. Der neue Lüfter bleibt somit unbeschadet! Die Farbkodierung des Adapters lautet wie folgt:

SW = SW, Rot = Rot, Weiß = Gelb

-> vielen Dank an dieser Stelle an die Firma Smartcooler für den Hinweis zum Lüfter (13.07.2009)

Update 2 vom 29.05.2009 (23:17)

Wer an den elektrischen Baugruppen seiner Hardware rumschraubt sollte wissen was er tut. Die hier bereitgestellte Anleitung erklärt wie das Problem gelöst werden kann. Für ein Erlöschen der Garantie durch Lexmark oder eventuell entstandene Schäden durch unsachgemäßes Arbeiten oder den Umbau selbst lehne ich jegliche Haftung ab.

Update 3 vom 13.07.09

B!