Windows 10 Gruppenrichtlinien

Hinweis: Inzwischen bezieht sich der Artikel auf die letzten ADMX-Dateien für Windows 10, also auf die Version 21H2. Darum habe ich ihn in meinem Blog auch auf Januar 2022 vorgezogen.

Damit Windows 10 innerhalb einer Windows Domäne sauber konfiguriert werden kann hat Microsoft die entsprechenden ADMX Vorlagen, welche die Grundlagen für die Gruppenrichtlinien (GPOs) darstellen veröffentlicht:

https://www.microsoft.com/en-us/download/103667

Die Installation der Vorlagen sollte über einen zentralen Speicher (Central Store – OK, ich verwende das deutsche Wort nicht mehr Winking smile ) erfolgen. Wie dieser angelegt wird ist unter anderem in folgendem Artikel beschrieben:

https://support.microsoft.com/en-us/kb/929841

Im Wesentlichen ist das Vorgehen nicht besonders schwierig:

Herunterladen der aktuellen Templates (hier für Windows 10 November 2021 Update (21H2)) unter

https://www.microsoft.com/en-us/download/103667

Installation des Pakets (Administrative Templates (.admx) for Windows 10 November 2021 Update.msi) auf einem Server oder PC was letztendlich in einem Verzeichnis C:\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 November 2021 Update (21H2)\PolicyDefinitions endet.

Von dort werden die Vorlagen (Templates) in den SysVol Ordner auf den Domain Controller (DC) kopiert:

xcopy "\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 November 2021 Update (21H2)\PolicyDefinitions\*" "%LOGONSERVER%\SysVol\%USERDNSDOMAIN%\Policies\PolicyDef
initions\"

Und die Sprachdateien (Language Files) in einen für die Sprache entsprechenden Unterordner. Ich verwende auf meinen Server generell Englisch, da mir das Übersetzen von Fehlermeldungen zu mühsam ist. Damit ist es bei en-US

# kopieren der englischen ADMX Dateien en-us
xcopy "\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 November 2021 Update (21H2)\PolicyDefinitions\en-us\*" "%LOGONSERVER%\SysVol\%USERDNSDOMAIN%\Policies\PolicyDefinitions\en-us\"
# kopieren der deutschen ADMX Dateien de-de
xcopy "\Program Files (x86)\Microsoft Group Policy\Windows 10 November 2021 Update (21H2)\PolicyDefinitions\de-de\*" "%LOGONSERVER%\SysVol\%USERDNSDOMAIN%\Policies\PolicyDefinitions\de-de\"

Der hier verwendete Xcopy impliziert, dass die Eingabeaufforderung auf Laufwerk C: und elevated (als Administrator) ausgeführt wird.

In SBS Umgebungen eher selten, dafür ein größeren Umgebungen üblich ist der Einsatz von mehreren DCs. Hier sollte, bevor der Store eingerichtet wird, die korrekte Funktion der Replikation geprüft und sichergestellt werden. Die Vorlagen werden dann automatisch zwischen den Domain Controller repliziert.

Beim nächsten Öffnen der Gruppenrichtlinien (Group Policy Managements) werden die neuen ADMX Dateien aus dem Central Policy Store angezogen.

Update 2015-12-02:
Beim Einspielen in einer größeren Umgebung hatte ich prompt das Problem, dass die die DC nicht (mehr) repliziert haben. Aber im Internet ist man ja niemals alleine … hier ein Link zu einer Anleitung mit der sich bei mir der Fehler beheben ließ.

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Mit dem Windows 11 Update KB5009566 keine L2TP VPN Verbindungen mehr möglich

Im Moment bin ich über das folgende Problem gestolpert. Nach der Installation von KB5009566 unter Windows 11 schlägt der Aufbau einer VPN-Verbindung mit L2TP fehl.

"The L2TP connection attempt failed because the security layer encountered a 
processing error during initial negotiations with the remote computer"

Eine Deinstallation des Updates bringt die verlorene Funktionalität zurück, diese kann über die Eingabeaufforderung (als Admin, also elevated / mit erhöhten Rechten) mit dem folgenden Befehl durchgeführt werden.

# Deinstallieren von KB5009566
wusa /uninstall /kb:5009566

Mal schauen, wann und wie Microsoft hier reagiert und hoffentlich nachbessert.

Update: Unter Windows 10 ist es wohl das Update KB5009543.

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WSUS Reporting auf dem Windows Server 2012R2

Für Windows Server 2012R2 gilt “Oldie but Goldie” und ich muss gestehen, dass ich davon noch einige in Betrieb habe. Die meisten davon als SBE (Windows Server mit der Small Business Essentials Rolle) und damit auch als WSUS tätig.

Hat man nun den WSUS am Laufen, will man bestimmt auch den einen oder anderen Report generieren. Dazu sind eine Reihe Schritte notwendig, die ich im Folgenden erläutern werde.

Ohne konfiguriertes Reporting erscheint die folgende Fehlermeldung (Klick mit der rechten Maustaste auf einen Computer / Status Report), die man durchaus als irreführend bezeichnen kann.

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Versucht man den Link zu öffnen, erhält man ein freundliches “We’re sorry …”

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Es geht aber letztendlich doch Smile

Voraussetzungen

Der WSUS muss laufen, dass ist klar und sinnvoller Weise mit der WID (Windows Internal Database) da inzwischen die SUSDB gerne mal die 10GB Grenze knackt und damit der SQL Server Express nicht mehr damit umgehen kann.

  • Installierter und funktionsfähiger WSUS mit WSUS Management MMC
  • SQL Server System CLR Type
  • Microsoft Report Viewer Runtime 2008

Darüber hinaus brauchen wir das .Net Framework 3.5, das entweder über den Servermanager oder PowerShell installiert werden kann.

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# Anzeige ob das .Net Framework installiert ist oder nicht
Get-WindowsFeature -Name NET-Framework-Core
# Installation des .Net Framework
Install-WindowsFeature Net-Framework-Core -source \\network\share\sxs

Zusätzlich ist die SQL Server System CLR Type notwendig, die es unter dem folgenden Link zum Download gibt

http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkID=239644&clcid=0x407

oder hier ausgewählt werden kann:

https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=56041

Wichtig ist, dass man die richtige SQLSysClrTypes.msi erwischt. Jene die bei mir funktioniert hat war die unten, mit einer Größe von ca. 2,4MB.

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Nachdem Download wird die Runtime mit einem Doppelklick installiert. Jetzt fehlt nur noch die Microsoft Report Viewer Runtime 2008. Hier der Link, direkt bei Microsoft:

https://www.microsoft.com/en-us/download/confirmation.aspx?id=3203

Auch hier, einfach mit einem Doppelklick installieren und fertig ist das Reporting.

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Damit haben wir ein funktionierendes Reporting des WSUS auf dem Windows Server 2012R2.

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Windows Backup Workaround

Nicht nur auf dem SBE generiert Windows Backup immer wieder Aufwände, wenn es mal wieder nicht so richtig will. Gelegentlich wird ein Volume gesichert und die Sicherungsdauer ist länger als das dafür vorgesehene Zeitfenster.

Wird wie bei mir auf dem SBE nur 1x am Tag gesichert, dann sind das halt 24 Stunden.image

Der morgendliche Bericht des SBE meldet dann auch anständig, dass ein Backup wieder schief gegangen ist.

Das eigentliche Problem war aber, dass der Task am nächsten Tag nicht gestartet wurde weil das Backup einfach noch nicht fertig war.

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Um der Sache zumindest auf “optischem Weg” Herr zu werden, deaktiviere ich den laufenden Task bis dieser dann wirklich alle Volumes gesichert hat und danach aktiviere ich ihn wieder. Die darauf folgenden Sicherungen (Inkremental) laufen auch deutlich schneller ab.

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Ist dann das erste Backup fertig, einfach den Task wieder aktivieren.

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Synology NAS | Löschen eines Checkpoints unter Hyper-V

Vor einiger Zeit startete ein Hyper-V Server neu, während ein Backup-Task des Synology Active Backup for Business aktiv war.

Active Backup for Business, sichert unter Hyper-V virtuelle Maschinen (VMs) dadruch, dass ein Checkpoint / SnapShot auf dem Hyper-V Server erstellt und aus diesem die VM konsistent gesichert wird.

Checkpoint-no-delete

Durch den automatischen Neustart des Hyper-V Hosts blieb der Checkpoint bestehen und konnte nicht über den Hyper-V Manager gelöscht werden.

Checkpoint-no-delete-2

Um den Checkpoint zu entfernen musste ich explizit PowerShell verwenden. Unter PowerShell heißt der Checkpoint dann auch wieder Snapshot (Microsoft wird das hoffentlich im Windows Server 2022 korrigieren).

# Löschen des Active Backup Snapshots
Get-VMSnapshot -VMName 'Name der VM' | Remove-VMSnapshot

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Windows 11 | Stop Code PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA (50)

Heute Morgen hat sich mein Arbeitspferd, ein Lenovo P1, mit einem BSOD (Blue Screen of Death) verabschiedend.

Der STOP-Code lautete PAGE_FAULT_IN_NONPAGED_AREA und deutete gefühlt auf ein Treiber Problem hin. Da Windows den Memory-Dump (MEMORY.DMP) sauber geschrieben hat, war mein erster Weg sich die Sache einmal mit WinDBG (den Windows Debugger) anzuschauen.

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WinDBG identifiziert hier schnell den Nvidia-Treiber als Verursacher.

nvlddmkm.sys

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Und auch der Stack zeigt den Treiber, kurz vor der Exception. Diesen (also den Stack) liest man übrigens von unten nach oben.

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Das Problem konnte ich durch ein Update des Nvidia-Treibers lösen. Installiert war die folgende Version.

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Die Nvidia Homepage bietet dagegen schon einen neueren WHQL zertifizierten Treiber an.

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Nach dem Update zeigt auch der Geräte Manager eine neuere Version an.

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Vielen Dank für das Vorbeischauen.

!analyze –b Smile

Installation von Windows 11 auf einem Lenvo X1 Tablet

Zuerst dachte ich ja, dass es schlecht mit einem Update auf Windows 11 auf meinem Lenovo X1 Tablet aussieht.

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Hat es doch “nur” einen Intel Core i7-7Y75 und ist damit aus der 7ten Generation und zu alt. Der Rest würde eigentlich passen, TPM 2.0 und SecureBoot sowie genügend RAM …

Damit das Setup trotzdem funktioniert, muss ein entsprechender Eintrag in der Registry gesetzt werden.image

Da auf diesem Computer der Eintrag AllowUpgradesWithUnsupportedTPMOrCPU nicht zu finden war, habe ich ihn selbst hinzugefügt und auf 1 gesetzt

  • AllowUpgradesWithUnsupportedTPMOrCPU = 1 (DWORD)

Ein Neustart war nach dem Setzen des Keys nicht notwendig, sondern das Setup konnte erneut aufgerufen werden.

Wird das Setup nochmals gestartet (Inplace-Upgrade), dann erscheint die folgende Warnung.

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Man bestätigt dann nicht mit Akzeptieren, sondern mit Annehmen. Da auf dem Lenovo X1 Tablet die Garantie im Frühjahr 2021 abgelaufen ist, brauche ich mir auch keine Gedanken mehr über den Herstellersupport zu machen.

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Mit einem Klick auf Installieren, steigt die Party Smile und wir werden sehen was dabei herauskommt.

Ich denke, dass es vielleicht keine schlechte Idee ist, gelegentlich über den Zustand des Lenovo X1 ein kurzes Update zu geben. Im Worst-Case muss ich halt auf Windows 10 zurück gehen und vielleicht die SSD wechseln, dann bekommt es gleich eine mit 1TB. Schauen wir nun erst einmal, was passiert.

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Windows 11 | Erste Anpassungen

Mit Windows 11 hat Microsoft der Welt auch ein neues Design der Benutzeroberfläche geschenkt, von dem ich sagen kann das es mir sehr gefällt. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen, in die professionelle Variante von Windows bin ich relativ spät, mit NT 3.51 eingestiegen. Davor war IBM OS/2 mein favorisiertes OS auf dem PC und Linux auf dem Server.

Meine aktuellen Einstellungen für das Startmenü und die Taskleiste will ich Euch hiermit vorstellen und die eine oder andere Erläuterung dazu geben. Darüber hinaus habe ich die Screenshots in Deutsch gemacht, da die meisten Leser hier wohl ein Windows 11 mit DE haben.

Personalisierung Start(menü)

Hier muss ich gleich zugeben, dass ich das Startmenü lasse, wo es ist. Erinnert es mich doch ein wenig an Elementary oder ChromeOS.

Beginnen wir mit dem Menü selbst.

Untitled - 4

Hier habe ich erst einmal alle Apps deinstalliert oder zumindest vom Startmenü gelöst die ich nicht brauche.

Reihe 1 wurde dann mit Office Apps bestückt und Reihe 2 mit Anwendungen, die ich sonst häufiger verwende.

Windows 11 bietet die Möglichkeit unten neben dem Netzschalter Elemente einzublenden, die von dort gestartet werden können (grüner Kasten im Bild oben).

Windows 11 Startmenü

Das sind bei mir die Einstellungen (formerly known as Systemsteuerung), die Persönlichen Ordner und der Datei-Explorer (Windows Explorer). Durch das Öffnen des Persönlichen Ordner sind danach alle weiteren Ordner der Auswahl wie Musik, Downloads sichtbar und damit schnell im Zugriff.

Wichtiger ist mir aber der Datei-Explorer, dieser mit der Einstellung Datei-Explorer öffnen für: Dieser PC zeigt dann sofort die Übersicht all meiner Ordner und Laufwerke inklusive der UNC-Pfade des Servers (NAS).

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Natürlich zeigt der Datei-Explorer bei mir alle Dateiendungen an, auch wenn diese bekannt sind sowie versteckte Dateien. Diese Einstellungen sind im Detail einen weiteren Blog wert, hängen aber auch stark vom eigenen Nutzerverhalten ab.

Personalisierung Taskleiste

Hier ging es mir ebenfalls um die Darstellung der wichtigen Funktionen. Darum habe ich die Suche, Widgets und den Chat ausgeblendet. Die Suche funktioniert übrigens trotzdem, einfach die Windows-Taste drücken und den Suchbegriff eintippen. Dazu brauche ich kein Icon.

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Die Symbole in der Taskleistenecke habe ich ebenfalls bis auf das Stiftmenü auf meinem Surface Pro reduziert, auf einem normalen PC kann man diese Option ebenfalls abschalten.

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Abschließend habe ich auf die Taskleiste noch ein paar Apps wie den Edge- und Brave-Browser, OneNote und PowerShell gepinnt. Damit müssen die sich nicht um einen Platz im Startmenü prügeln.

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Synology DSM 7 | Nacharbeit Windows VM

Der Synology Virtual Machine Manager (VMM) muss im Rahmen des Upgrades auf DSM 7 manuell repariert werden, danach laufen die virtuellen Maschinen (VMs) ohne Probleme.

Bei zwei Windows VMs mit mehr als einer virtuellen Festplatte, fehlte aber das Laufwerk D. Ein Blick in den Disk-Manager von Windows zeigte, dass dieses zwar vorhanden war aber offline angezeigt wurde.

VM-Disk-Offline-1

Die Platte ließ sich ohne Probleme wieder online nehmen und war damit im Betriebssystem verfügbar.

VM-Disk-Offline-2

Alle anderen VMs liefen nach der Reparatur ohne Probleme.

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