Lenovo L460 und Windows 10

Ich finde, dass Lenovo L460 hat ein recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis und daher kommt es häufig bei meinen Kunden zum Einsatz. Mit einer Windows 7 / Windows 10 Lizenz ausgestattet, hat man die Wahl zwischen den beiden Betriebssystemen. Aktuell installiert Lenovo immer noch Windows 7 und damit ist man, wenn Windows 10 zum Einsatz kommen soll, vor die Wahl gestellt, entweder ein Upgrade zu machen oder eine Neuinstallation in Betracht zu ziehen. Ich glaube ich hatte schon geschrieben, dass ich kein großer Freund von Upgrades bin – zumindest wenn es nichts zu upgraden gibt. Sprich die Lenovo Apps bekommen wir hinterher problemlos wieder drauf.

Eine Neuinstallation läuft bei Lenovo vollkommen schmerzfrei ab:

  1. USB Stick mit Windows 10 einstecken
  2. PC einschalten und die ENTER-Taste (Return) drücken und im Anschluss mit F12 den Dialog für die Bootlaufwerke auswählen
  3. Den USB-Stick als Boot Device auswählen und alle vorhanden Partitionen löschen
  4. Windows 10 installieren und fertig
  5. Erst nach erfolgter Installation das LAN-Kabel einstecken oder sich mit dem WLAN verbinden, damit kann man während des Setups problemlos einen Admin-Acrrount anlegen
  6. Den USB-Stick lassen wir übrigens stecken, auch wenn die Windows Installation fertig ist

Ja, geht so einfach … und nach der Anmeldung einfach das Notebook eine Zeit lang (20min) mit einer Verbindung ins Internet stehen lassen. Bei geöffnetem Geräte-Manager, kann man WIndows 10 dabei zuschauen, wie es alle Treiber aus dem Internet über Windows Update herunter lädt. Danach sieht der Geräte-Manager wie folgt aus:

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Nun installiere ich über Windows Update alle noch ausstehenden Updates und starte das System danach neu. Der HUAWEI GNSS Sensor lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch mit keinem anderen Treiber versehen, bzw. meldet das die Treibersoftware auf dem neusten Stand ist.

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Ab jetzt ist dann die Suche auf der Lenovo Homepage angesagt.

http://pcsupport.lenovo.com/de/de/

Die Lenovo Support Bridge benötigt das .Net Framework 3.5.1 welches üblicher Weise aus dem Internet geladen wird, was aber relativ lange dauert. Daher ist es sinnvoll das .Net Framework einfach davor zu installieren und zwar vom USB-Stick (Windows 10 Medium) mit dem folgenden Kommando:

Dism /online /enable-feature /featurename:NetFX3 /All /Source:D:\sources\sxs /LimitAccess

Deshalb haben wir ihn ja auch im Notebook stecken lassen Smile

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Es reicht genau 1x auf Detect my Serial Number zu klicken, der Buton wird dann grau und im Hintergrund (nicht sichtbar) läuft der Download und wenn dieser erfolgt ist, einfach das Setup starten.

Danach erkennt die Support-Webseite das Lenovo Notebook und bietet uns nach erfolgter Installation des Lenovo System Updates die noch ausstehenden Treiber, Utilities und Anwendungen an. Wichtig dabei ist, dass generell der Internet-Explorer oder auch Google-Chrome verwendet werden, mit dem Edge-Browser steht der Scan-Dialog bei 10% … stunden lang!

Nach erfolgreichem Scan können nun die noch fehlenden Treiber, etc. installiert werden.

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So, das war’s mal wieder, bis auf den Treiber für das HUAWEI Modem, diesen müssen wir explizit auswählen.

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Nun sind wir aber wirklich fertig.

Enjoy it, b!

Neuinstallation Lenovo P50 Workstation

Lenovo liefert die P50 häufig mit einer Windows 7 / Windows 10 “Lizenz” aus, sprich der Kunde hat die Möglichkeit das Teil entweder mit Windows 7 oder mit Windows 10 zu betreiben. Da der Windows Lizenzkey im Notebook steckt genügt es Windows zu installieren und danach das Teil ins Internet zu verbinden. Die Aktivierung erfolgt dabei automatisch.

Für mich ungeschickt ist die Tatsache, das Windows 7 der Preload ist, soll also Windows 10 auf das Notebook, ist eine Neuinstallation angesagt (ok, Upgrade wäre möglich – aber da bin ich kein Freund von, zumal ohnehin noch keine Anwendungen mit Ausnahme der Lenovo Apps vorhanden sind).

Nachdem nun auf dem Teil eine Neuinstallation durchgeführt wurde, zeigt sich der Gerätemanager in einer erstaunlich kompletten Ansicht.

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Lediglich die beiden Grafikkarten sind zwar installiert, können aber erst nach einem Neustart korrekt verwendet werden. Das ist schon mal spitze Smile

Nun müssen eigentlich nur noch die Lenovo Apps und Treiber (und davon nicht alle!) drauf. Hierzu bietet Lenovo neuerdings einen Service zur Erkennung des Gerätes an.

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Nach einem Klick auf Detect my Serial Number, öffnet sich der Dialog zur Installation der Lenovo Service Bridge.Die Lenovo Service Bridge benötigt das .Net Framework 3.5.1 welches in diesem Zuge gleich mit installiert wird. Nach erfolgter Installation erscheint das Notebook auf der Support-Webseite von Lenovo mit dem entsprechenden Angeboten an Treiber und Hilfsprogrammen.

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Nach der Auswahl von Treiber & Software, kann ein Start Scan erfolgen um alle notwendigen Updates zu identifizieren.

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Im Rahmen des Scans wird das Lenovo System Update installiert, welches sich dann auch manuell aus dem Startmenü heraus starten lässt. Die Lenovo Service Bridge stellt lediglich eine Verbindung zwischen dem Notebook und dem darauf installiertem System Update und der Supportwebseite von Lenovo her.

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Noch eine Anmerkung zur Verwendung des “richtigen” Browsers, in Edge blieb bei mir das System Update bei 10% stehen, im Internet Explorer hingegen lief es durch.

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Damit wäre auch dieses Gerät mit Windows 10 installiert.

Enjoy it, b!

Installation von KB2919355 auf Windows Server 2012 R2 schlägt fehl …

Wenn sich das Update Windows8.1-KB2919355-x64.msu nicht auf einem Windows Server 2012 R2 installieren lässt, ist es sinnvoll die Anwesenheit von KB2919442 zu prüfen, welches die Voraussetzung für die Installation von KB2919355 ist.

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Leider geht dieser Hinweis auf der Supportseite von Microsoft ein wenig unter, oder wird gerne mal überlesen. Mein Problem konkret war, dass der WSUS oder auch Microsoft Update mir dieses Paket NICHT angeboten hat und die Installation des KB2919355 fehl schlug, mit der Meldung das dieses Update nicht für mein System geeignet wäre.

Aber nun wissen wir ja wie es geht Smile

Enjoy it, b!

Windows 10 File History

Mit Windows 10 hat Microsoft die Möglichkeit eingeführt, Dateien im Hintergrund in die File History (Dateiversionsverlauf) zu sichern. Ich mag dieses Feature, zumal es mich selbst auch schon gerettet hat.

Ich nutze diese Funktion für alle Windows 10 Geräte bei mir im Haushalt und habe zu diesem Zweck einen File Share auf dem NAS oder auch auf einem Windows Server angelegt. Sind der PC oder das Notebook und der Server in der gleichen Domäne reicht es lediglich den Share (die Freigabe) entsprechend unter Windows 10 zu konfigurieren.

\\ncore.home.local\filehistory

Sind das Windows 10 Gerät und der Server (oder meistens das NAS) nicht in der gleichen Domäne, sondern in einer Arbeitsgruppe (Workgroup) ist darauf zu achten, dass die Anmeldung funktioniert. Am einfachsten geht das, wenn auf das NAS der gleiche Benutzer / Passwort verwendet wird.

In einem Windows in englischer Sprache ist diese Einstellung unter

Settings / Update & Security / Backup / Backup Up using File History / more Options zu finden.

analog dazu in einem Windows in deutscher Sprache:

Einstellungen / Update und SIcherheit / Sicherung / Mit Dateiversionsverlauf sichern / weitere Einstellungen

Dort muss vor der ersten Verwendung diese Funktion erst einmal eingeschaltet und dann der Share entsprechend hinterlegt werden, was dann am Ende so aussieht.

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Diese Einstellung ist Benutzer bezogen, daher wird dort erst einmal für jeden Benutzer ein Verzeichnis eingerichtet und darunter wiederum für jedes Gerät auf dem die File History für den jeweiligen Benutzer aktiv ist ein weiterer Ordner. Was wie folgt aussieht.

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Um den blauen Pfad kurz zu erläutern, hier die Syntax:

<UNC Pfad Server>\<Share mit der File Historie>\<Benutzername>\<Gerät>\Data\<Pfad ins Benutzerprofil>

Grün markiert sehen wir dann die Ordner des Profils, welche dann in der File History landen, und dort ist auch z.B. das OneDrive vorhanden womit (zumindest die Ordner welche für eine lokale Synchronisation ausgewählt wurden) auch ein Backup besitzen, welches lokal ist.

Zerschießt man also die lokale Ordnerstruktur seines OneDrives kann diese basierend auf der letzten in der File Historie vorhandenen Daten wieder hergestellt werden.

image image

Die wiederherstellte Ordnerstruktur, oder auch einzelne Dateien werden dann wieder über alle Geräte hinweg synchronisiert …. was abhängig von Menge und Bandbreite ein wenig dauern kann.

Die Standardkonfiguration sichert die Ordner im Benutzer Profil, es können aber auch noch zusätzliche Ordner hinzugefügt werden.

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Was sinnvoll ist, wenn unter C:\Users\Public … irgendwelche Dokumente, etc. abgelegt werden.

Enjoy it, b!

Konvertierung von m4a Dateien nach mp3

Leider können nicht alle Car-Audio Systeme M4A-Dateien abspielen. Darum bin ich gelegentlich mit der Aufgabe konfrontiert M4A-Dateien nach MP3 zu konvertieren, was mit ffmpeg.exe und einem kleinen Script an der Eingabeaufforderung ohne große Probleme funktioniert.

Dazu habe ich den aktuellsten Windows-Build von ffmpeg herunter geladen und in ein Verzeichnis auf meinem Server (SBS) entpackt.

https://ffmpeg.zeranoe.com/builds/

Danach in das Verzeichnis mit den M4A-Dateien gewechselt und folgenden Aufruf ausgeführt:

for /f "tokens=1,2 delims=." %a in ('dir *.m4a /b') do \\sbs\xapps\ffmpeg\bin\ffmpeg.exe -i "%a.%b" -b:a 256K -vn "%a.mp3"
  • dir *.m4a /b liefert mir alle M4A-Dateien zurück
  • for /f …. zerlegt die Dateien in den eigentlichen Dateinamen und die Endung (welche nach der Konvertierung .mp3 sein soll)
  • ffmpeg.exe erstellt die entsprechende mp3 Datei mit einer Sampling-Rate von 256Kbit/s

That’s it … ging recht einfach Smile Die M4A-Dateien habe ich dann noch im Anschluss gelöscht.

Enjoy it, b!

Verknüpfung von Outlook.com mit Outlook 2013

Wird Outlook 2013 zum Abruf von Mails aus Outlook.com oder Outlook.de verwendet, kann es zu Problemen bei der Verknüpfung des Accounts kommen. Diese Mail haben wohl einige von uns erhalten …

image

… und auch versucht die im folgenden KB-Artikel empfohlene Vorgehensweise zum Verknüpfen von Outlook.com und Outlook 2013 versucht nach zu vollziehen.

Das hat bei mir leider nicht funktioniert, Outlook 2013 war nicht in der Lage heraus zu finden wie das Konto von Outlook.com konfiguriert werden sollte.

Die Lösung war die “Manuelle” Konfiguration in Outlook 2013 unter Auswahl der 2ten Option (Outlook.com or Exchange ActiveSync compatible service / Outlook.com oder Exchange ActiveSync kompatibler Service). Hier muss dann aber ein Mail-Server mit angegeben werden. Hier hat in meinem Fall immer die folgende Adresse funktioniert.

s.outlook.com

Alternativ kann auch der folgende Alias probiert werden.

m.hotmail.com

Damit war Outlook 2013 problemlos in der Lage das Outlook.de Konto zu konfigurieren.

Enjoy it, b!

NTDS Backup Error 1168 (1032)

Manche Fehler sind schon fieß! Auf einem Windows Server 2012 R2 DC (Windows Server 2012 R2 mit installierter Small Business Essential Rolle) hatte ein Kunde seit einiger Zeit den folgenden Fehler im Health Report des Servers.

image

Analog dazu die entsprechende Meldung im Ereignisprotokoll (der Health Report holt diese auch nur dort heraus).

image

Um diesen Fehler zu reparieren gibt es hinreichend viele Links, Artikel und Blogs im Web:

https://support.microsoft.com/de-de/kb/280364

https://social.technet.microsoft.com/Forums/windowsserver/en-US/1a0d9633-c497-4cab-bbff-053e2a056f6d/event-id-1168-active-directory?forum=winserverDS

Welche aber alle nicht funktionieren (zumindest in diesem Fall hat das nicht geklappt). Im Application Eventlog habe ich dann immer die folgenden Einträge gefunden…

image

… die auf ein Problem mit dem VSS Writer hindeuten.

image

Eine Abfrage der Registry ergab aber, dass die Einstellungen passen müssten.

C:\Temp>reg query HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NTDS\Para
meters

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\NTDS\Parameters
    Src Srv objectGuid    REG_BINARY    08E518AF5742FA48ACCAFDAD6F518DE4
    System Schema Version    REG_DWORD    0x45
    Root Domain    REG_SZ    DC=xxx,DC=local
    Configuration NC    REG_SZ    CN=Configuration,DC=xxx,DC=local
    Machine DN Name    REG_SZ    CN=NTDS Settings,CN=WP-SBS-1,CN=Servers,CN=Stan
dardname-des-ersten-Standorts,CN=Sites,CN=Configuration,DC=xxx,DC=local
    Src Root Domain Srv    REG_SZ    WP-SBS-2.xxx.local
    DsaOptions    REG_SZ    1
    IsClone    REG_DWORD    0x0
    ServiceDll    REG_EXPAND_SZ    %systemroot%\system32\ntdsa.dll
    DSA Working Directory    REG_SZ    C:\Windows\NTDS
    DSA Database file    REG_SZ    C:\Windows\NTDS\ntds.dit
    Database backup path    REG_SZ    C:\Windows\NTDS\dsadata.bak
    Database log files path    REG_SZ    C:\Windows\NTDS
    Hierarchy Table Recalculation interval (minutes)    REG_DWORD    0x2d0
    Database logging/recovery    REG_SZ    ON
    DS Drive Mappings    REG_MULTI_SZ    c:\=\\?\Volume{ca08668b-ea69-4e87-a59a-
c848a2f1fea5}\
    DSA Database Epoch    REG_DWORD    0x2ba5
    Strict Replication Consistency    REG_DWORD    0x1
    Schema Version    REG_DWORD    0x45
    ldapserverintegrity    REG_DWORD    0x1
    Global Catalog Promotion Complete    REG_DWORD    0x1

Das Volume für das DS Drive ist korrekt und die anderen Einträge stimmen auch, allerdings hatte der VSS Writer ein Problem …

c:\temp> vssadmin list writers
...

Writer name: 'NTDS'
   Writer Id: {b2014c9e-8711-4c5c-a5a9-3cf384484757}
   Writer Instance Id: {f86a8c78-c7e5-4f16-b1fd-09abd7eaff32}
   State: [11] Failed
   Last error: Non-retryable error

...

… das sich auch nicht durch einen Neustart beheben ließ. Daraufhin habe ich die VM auf dem Hyper-V Host exportiert und in meiner Testumgebung wieder importiert und gestartet … der Fehler war weg! Ein Vergleich der beiden Hosts / VMs ergab, dass auf dem Host welcher die VM mit dem Fehler bereit stellt die Hyper-V Replikation aktiv war. Per se, ist das kein Problem da auch im Testlab eine Replika am Laufen war – nur eben mit einer anderen Einstellung!

image image
Fehler 1168 im Eventlog vorhanden KEIN Fehler im Eventlog vorhanden

Nachdem auf dem produktiven Hyper-V Host die Replikation entsprechend angepasst wurde, war dort der Fehler verschwunden.

Enjoy it und noch ein gutes Neues Jahr 2017, b!

Routing auf einem Hyper-V Server 2016

Mit ein paar Handgriffen kann ein Hyper-V Server zum Routen von IP bewegt werden.

Ausgangslage

  • Server mit 2 Netzwerkkarten (172.16.16.253 und 192.168.120.1)
  • Fritz!BOX für den Internet-Zugang
  • Netzwerk an der Fritz!Box ist 172.16.19.0/24, das Gateway ist immer die 1 (also die Fritz!BOX selbst)

Der Server soll IP-Pakete vom Subnetz 192.168.120.0/24 ins 172er Netzwerk übertragen, und umgekehrt sollen Datenpakete aus dem 172er Netzwerk in das 192er Netzwerk geroutet werden. Alle Hosts im 172er Netzwerk haben die Fritz!BOX selbst als Gateway eingetragen. Daher muss dieser gesagt werden, wohin Pakete mit 192.168.120.0 geroutet werden sollen, nämlich auf die IP-Adresse 172.16.16.253 welches den ersten Adapter des Servers darstellt.

Konfiguration Fritz!BOX

Dazu wird folgende Route in der Fritz!BOX eingetragen:image

Die Konfiguration erfolgt über innerhalb der Fritz!BOX:

Heimnetz / Heimnetzübersicht / Netzwerkeinstellungen / Statische Routingtabelle

Konfiguration des Hyper-V Servers mit PowerShell

Auf dem Hyper-V Server sind die beiden Netzwerk-Adapter wie folgt konfiguriert:

Ethernet 2 172.16.16.253/24 Gateway 172.16.16.1
Ethernet 4 192.168.120.1/24 Gateway 192.168.120.1

Mit PowerShell ist die Konfiguration einfach.

Im ersten Schritt schauen wir uns an, ob und welche IP-Adressen schon vergeben sind.

PS C:\Temp> Get-NetIPAddress |ft

ifIndex IPAddress                                       PrefixLength PrefixOrigin SuffixOrigin AddressState PolicyStore
------- ---------                                       ------------ ------------ ------------ ------------ -----------
6       192.168.110.1                                             24 Manual       Manual       Preferred    ActiveStore
3       172.16.16.253                                             24 Manual       Manual       Preferred    ActiveStore
4       169.254.19.2                                              16 WellKnown    Link         Preferred    ActiveStore
1       127.0.0.1                                                  8 WellKnown    WellKnown    Preferred    ActiveStore

Wir sehen, der Adapter mit dem Interface-Index 3 (ifIndex) hat eine Adresse aus dem 172er Netzwerk. Der Adapter mit dem ifIndex 4 hat noch eine APIPA-Adresse aus dem 169er Netzwerk und soll nun die IP aus dem 192er Netzwerk bekommen.

Der Name des Adapters lässt sich übrigens mit Get-NetAdapter ermitteln

PS C:\Temp> Get-NetAdapter

Name                      InterfaceDescription                    ifIndex Status       MacAddress             LinkSpeed
----                      --------------------                    ------- ------       ----------             ---------
Ethernet 2                Microsoft Hyper-V Network Adapter #2          3 Up           00-15-5D-10-DB-00         2 Gbps
Ethernet 3                Microsoft Hyper-V Network Adapter #3          6 Up           00-15-5D-10-DB-01        10 Gbps
Ethernet                  Microsoft Hyper-V Network Adapter             4 Up           00-15-5D-10-DB-02        10 Gbps

Nun konfigurieren wir mit PowerShell die IP-Adresse aus dem 192.168.120.0 Netzwerk.

PS C:\Temp> New-NetIPAddress -InterfaceIndex 4 -IPAddress 192.168.120.1 -PrefixLength 24 -DefaultGateway 192.168.120.1


IPAddress         : 192.168.120.1
InterfaceIndex    : 4
InterfaceAlias    : Ethernet
AddressFamily     : IPv4
Type              : Unicast
PrefixLength      : 24
PrefixOrigin      : Manual
SuffixOrigin      : Manual
AddressState      : Tentative
ValidLifetime     : Infinite ([TimeSpan]::MaxValue)
PreferredLifetime : Infinite ([TimeSpan]::MaxValue)
SkipAsSource      : False
PolicyStore       : ActiveStore

IPAddress         : 192.168.120.1
InterfaceIndex    : 4
InterfaceAlias    : Ethernet
AddressFamily     : IPv4
Type              : Unicast
PrefixLength      : 24
PrefixOrigin      : Manual
SuffixOrigin      : Manual
AddressState      : Invalid
ValidLifetime     : Infinite ([TimeSpan]::MaxValue)
PreferredLifetime : Infinite ([TimeSpan]::MaxValue)
SkipAsSource      : False
PolicyStore       : PersistentStore

Abschließend müssen wir noch die Weiterleitung von IP-Paketen aktivieren (IP-Forwarding).

PS C:\Temp> Set-NetIPInterface -InterfaceIndex 4 -Forwarding Enabled

Ich habe das auf einem relativ neuem Microsoft Hyper-V Server 2016 durchgeführt, sollte aber auch auf dem Hyper-V Server 2012 R2 und jedem anderen Windows Server funktionieren, welcher die PowerShell-Befehle unterstützt. Ansonsten ist Netsh.exe unser Freund.

Enjoy it, b!

Idendität gestohlen?

Das Hasso-Plattner-Institut stelt einen Idendity Leak Checker bereit (HPI Idendity Leak Checker) welcher über prüft ob die eigene Mail-Adresse, welche gelegentlich auch zur Anmeldung an verschiedenen Online-Diensten verwendet wird in einem geraubten Idenditätsdatensatz auftaucht und damit frei zugänglich ist.

image

Die Antwort wird dann an die angegebene Mail-Adresse geschickt.

Ich musste nur das Passwort bei Adobe mal wieder ändern, alles andere war grün Smile

Enjoy it, b!

Transcript und externe Befehle in PowerShell

PowerShell bietet mit dem Transcript-Befehl eine nach meiner Meinung sehr effektive und elegante Möglichkeit an, die Ausgaben von Befehlen an STDOUT und STDERR auf zu zeichnen. Leider klappt das mit externen Befehlen welche aus dem PowerShell-Script heraus aufgerufen werden nicht zuverlässig. Eine Lösung hier ist die Ausgabe von STDOUT und STDERR nach Transcript um zu leiten.

Hier mal ein Beispiel-Code dazu:

$ErrorActionPreference="SilentlyContinue"
Stop-Transcript | out-null
$ErrorActionPreference = "Continue"
 
$Log = "C:\Temp\output.log"
Start-Transcript -Path $Log -Append
 
# Umleiten von STDOUT und STDERR (2>&1) nach transcript:
befehl.exe 2>&1 | out-host
 
Stop-Transcript

Dieser Workaround hat mir neulich bei einem Script sehr geholfen!

Enjoy it, b!