Windows Vista: Laufwerk C wird immer voller …. (Percentage Free Disk Space)

Neulich hatte ich auf mehreren Rechnern mit Windows Vista das Problem auf Laufwerk C nicht mehr genügend freien Platz zu haben. Die Statusmeldungen meiner Small Business Server zeigten des Öfteren, dass der freie Platz unter die 10% Marke gefallen ist.

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Nach ein wenig Suche bin ich darauf gestoßen, dass der Plattenplatz welcher für die Vorherigen Versionen / Previous Versions einen nicht unwesentlichen Teil auf der Platte belegt. Da auf meinen Vista Rechnern alle wichtigen Ordner der Benutzer auf den Server umgeleitet sind, kann der dafür vorgesehene Plattenplatz verkleiner werden:

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vssadmin resize shadowstorage /On=C: /For=C: /maxsize=2GB

Der Befehl für die Konfiguration über den VSSadmin muss in einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ausgeführt werden! Ich habe mich hier für 2GB entschieden. Damit war auf dem Rechner mit 80GB Platte auf einmal wieder 13GB frei! In diesem Zusammenhang muss ich auch feststellen, dass Windows Vista deutlich stabiler und damit auch länger läuft als ich eigentlich dachte. Die betroffenen Rechner sind nun alle 5 Jahre alt – in dieser Zeit erfolgte keine Neuinstallation und sie wurden dabei täglich genutzt.

Enjoy it, b!

DFS: How to kill your DFS …

Nach einer leider längeren Pause melde ich mich hiermit wieder zurück. Neulich habe ich ein Szenario gesehen, welches – wenn nicht sofort die Problematik erkannt worden wäre in einem mittleren Desaster geendet wäre.

Konkret geht es um DFS-N und DFS-R und um den folgenden Gedanken-Gang eines Kunden.

Ausgangslage:

In einem DFS-Namespace sind insgesamt drei Server vorhanden, welche sich replizieren. Einer dieser drei Server soll abgeschaltet werden, besitzt aber noch File-Shares welche nicht im DFS vorhanden sind. Da eine Umstellung an den Clients vermieden werden soll, überlegt sich der Kunde die Shares in gleicher Weise auf einem der anderen Server nachzubilden. Die Anfragen der Clients werden durch einen CNAME im DNS auf den anderen Server weitergeleitet (auf dem die strickte Namensprüfung/DisableStrictNameChecking deaktiviert wurde.

Setzen des Werts DisableStrictNameChecking (DWORD) auf 1 unter HKLMSYSTEMCurrentControlSetServicesLanmanServerParameters

Der alte Server wird im DFS deaktiviert (als Target) und runter gefahren. Nach gut einer Woche ist der Kunde davon überzeugt, dass alles klappt und beschließt den Server aus dem DFS raus zu nehmen.

Das Desaster beginnt:

Dazu öffnet er das DFS-Management, und klickt unter Namespaces auf den Folder-Target (alten Server) welchen er entfernen möchte. Bestätigt verschiedene Meldungen und der Server wird entfernt. Da aber im DNS ein CNAME für den alten Server gesetzt wurde, entfernt das DFS-Management zwar den alten Server als Folder-Target, löscht aber hier zu den neuen Server (auf den der CNAME zeigt) aus dem Replication Set. Der alte bleibt stehen, und ein hinzufügen des “versehentlich” gelöschten neuen Servers klappt danach nicht mehr…. Der Replication-Set ist im Eimer!

Wie man es trotzdem machen kann:

Das passiert nur wenn man dem DFS-Management die Tasks in Summe überlässt. Mit dem folgenden Ablauf kann ohne die oben beschriebenen Probleme der alte Server gelöscht werden. Idealer Weise führt man dann die folgenden Schritt in einem Wartungsfenster durch.

  1. Löschen des CNAMES und warten bis die Änderung durch den DNS repliziert ist
  2. Löschen des alten Servers in den DFS Folder-Targets, OHNE dabei den Server aus den Replication-Sets entfernen zu lassen
  3. Löschen des alten Servers in den jeweiligen Replication-Sets / Memberships
  4. Nach dem vollständigen Löschen den CNAME wieder anlegen

Wäre dem Kunden nicht nach den ersten zwei Targets zufällig aufgefallen, dass die Replikation nicht mehr funktioniert, hätte er einiges an Arbeit vor sich gehabt, aber manchmal hat man ja auch Glück!

Enjoy it, b!

Supermicro: Unstabile Netzwerke unter Windows Server 8 und 2008 R2

Kürzlich hatte ich auf einigen meiner Testserver (welche alle auf Boards von Supermicro basieren) das Problem mit unter Last nicht stabilen Netzwerkverbindungen. Windows (egal ob Windows Server 8 oder Windows Server 2008 R2) zeigte beim Kopieren von großen Dateien auf einmal einen Netzwerk-Adapter mit dem Status “nicht verbunden” (disconnected). Ein Neustart des Servers hat dann das Problem behoben, bis der nächste große Kopiervorgang über das Netzwerk gestartet wurde.

Interessanter Weise war das Problem auf allen Boards vorhanden (Supermicro X8SIL-F und X8SIL-LN4F) vorhanden. Meine erste Überlegung war das BIOS der betroffenen Server zu aktualisieren, allerdings wurde dadurch das Problem nicht behoben, sondern trat nur ein wenig später auf.

Die Maßnahme welche letztendlich Abhilfe schaffte war die Deaktivierung des Active State Power Managements im BIOS der Server (siehe Screenshot) – löste dann das Problem.

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Enjoy it, b!

SBS 2008/11: Ändern von Warnhinweisen im SBS Report – HowTo

Nachdem einige Nachfragen zur Verwendung des in http://talisker57.wordpress.com/2012/02/01/sbs-200811-ndern-von-warnhinweisen-im-sbs-report/ vorgestellten Scripts gekommen sind zeige ich hier meine Vorgehensweise um das Eventlog des SBS sauber zu bekommen.

Natürlich ist dabei wichtig, dass nicht alle Events “planlos” gefiltert werden – sondern eben gerade die notwendigen 6 bis 8 Events welche seit Jahren vorhanden sind und der SBS dennoch stabil läuft.

Hier mal die Ausgangslage:

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Diese 8 Events wollen wir aus dem Report ausblenden (da dieser SBS generell, also jeden Tag 8 Events meldet).

Dazu öffnen wir einen RDP Sitzung auf dem Terminal Server und schauen uns die Events im Detail an. Am einfachsten geht das durch das Erstellen eines “Detailed Network Report” in der Windows SBS Console. Solange die Erstellung des Reports läuft können wir uns mit dem SBSAleartCleanup Powershell-Script befassen. Den Inhalt des gesamten Pakets habe ich in das Verzeichnis C:Program FilesSBSAlertsCleanup v1.0 abgelegt. Nun sind folgende Schritte notwendig um das Script auszuführen:

  1. Installation des Scripts
    Öffnen einer PowerShell Sitzung mit erhöhten Rechten (als Admin ausführen) und setzen der Berechtigung zur Ausführung von PowerShell Scripten:
    Set-ExecutionPolicy -ExecutionPolicy RemoteSigned (und bestätigen mit Yes)

    Nun kann das Script installiert werden:
    PS C:Program FilesSBSAlertsCleanup v1.0> .SBSAlertsCleanup.ps1 -Action Install

  2. Auslesen der Events aus dem Logs
  3. PS C:Program FilesSBSAlertsCleanup v1.0> .SBSAlertsCleanup.ps1 -Action ListEvents

       ID Event Source
       — —– ——
    73900     0 DataCollectorSvc
    73679     5 Backup
    73609     7 Backup
    73366     9 Backup
    73908    10 VDS Dynamic Provider
    74248    13 Server Infrastructure Licensing
    74249    14 Server Infrastructure Licensing
    74250    15 Server Infrastructure Licensing
    74251    16 Server Infrastructure Licensing
    73891    20 WindowsUpdateClient
    73904    44 CertSvc
    71826    56 TermDD
    73902    91 CertSvc
    73452   165 Microsoft-Windows-Diagnosis-DPS
    74246   170 Microsoft-Windows-Diagnosis-DPS
    73419   175 Microsoft-Windows-Diagnosis-DPS
    74247   311 TaskScheduler
    74234   502 Windows Small Business Server 2008
    73678   517 Backup
    73608   519 Backup
    73367   521 Backup
    73262  1008 Perflib
    73898  1015 MSExchange ActiveSync
    74201  1533 profsvc
    73677  2007 ESE
    72875  2102 MSExchange ADAccess
    73905  2114 MSExchange ADAccess
    73897  2152 MSExchange ADAccess
    73906  3760 Windows SharePoint Services 3
    73901  6009 EventLog
    73353  9609 MSExchangeIS
    73355  9702 MSExchangeIS
    73676  9782 MSExchangeIS
    73351  9814 MSExchangeIS
    73350  9840 MSExchangeIS
    74197 12032 Windows Server Update Services
    73883 13002 Windows Server Update Services

  4. Nun schauen wir in den inzwischen fertig gestellten “Detailed Network Report” rein welche Fehler / Events den hier gemeldet werden. Als Beispiel hier der TaskScheduler mit dem Event 311

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  5. Die zum Event 311 passende ID findet sich in der Ausgabe des PowerShell Scripts in Punkt 2 (rot gekennzeichet) – 74247
  6. Und kann dann mit folgendem Aufruf aus dem Monitoring ausgeblendet werden:
  7. PS C:Program FilesSBSAlertsCleanup v1.0> .SBSAlertsCleanup.ps1 -Action AddExclusion –ID 74247
    Adding Exclusion for Source: TaskScheduler, EventID: 311

  8. Der Vorgang wird nun für jedes Event wiederholt welches aus dem Monitoring ausgeblendet werden soll. Dazu ist es sinnvoll das Eventlog über 2 oder 3 Wochen zu beobachten damit nicht die falschen Events gefiltert werden.
  9.  

    Cheers, b!

SBS 2008/11: Ändern von Warnhinweisen im SBS Report

Hallo zusammen

Im offiziellen SBS Blog der Microsoft Produkt Gruppe gibt es einen äußerst interessanten Beitrag wie das Verhalten des SBS Reports bezüglich Fehlermeldungen geändert werden kann:

http://blogs.technet.com/b/sbs/archive/2012/01/16/managing-event-alerts-in-your-reports-an-sbs-monitoring-feature-enhancement.aspx

Auf meinen SBSen ist der Report nun grün Winking smile

Enjoy it, and many greetings from Seattle, b!

SBS2008: Nach der Installation von Updates starten Dienste nicht mehr

Neulich hatte ich das Problem das nach der Installation einer großen Anzahl von Updates auf einem SBS 2008 einige Dienste im Verlauf eines Neustarts nicht mehr automatisch gestartet wurden. Dazu habe ich einen Artikel in der Microsoft Knowledge Base gefunden, welcher zu einen das Problem beschreibt und zu anderen eine Lösung (welche bei mir funktioniert hat) bereitstellt:

Windows Server 2008 computers hang during startup while "applying computer settings" and services configured to start automatically fail to start, http://support.microsoft.com/kb/2004121/en-us

Cheers, b!

Hyper-V: Linux Integration Services Version v3.2 for Hyper-V

Microsoft hat eine neue Version (v3.2) der Linux Integration Services for Hyper-V frei gegeben.

Neben ein paar Fixes mit anderen Produkten (VMM) und Updates für Windows 8 ist nun Maussupport enthalten, was aus meiner Sicht eine deutliche Erleichterung für die Arbeit mit Linux VMs bedeutet.

Wie schon immer, ist auch in diesem Fall ein Studium der PDF angeraten da dort wirklich viele Informationen stehen!

Hier der Link zur Microsoft Seite:

http://www.microsoft.com/download/en/details.aspx?id=28188

Enjoy it, b!

Acronis Drive Monitor

Bei Acronis ist (nach Registrierung) ein kleines Tools zur Überwachung der Festplatten kostenlos erhältlich.

http://www.acronis.de/homecomputing/products/drive-monitor/

Update 15.12.2011 – neuer Link:

http://www.acronis.de/enterprise/products/drive-monitor/

Der Acronis Drive Monitor überwacht von Haus aus die S.M.A.R.T. Parameter von Festplatten und verschickt bei Problemen auch Emails! Darüber hinaus besitzt er eine Schnittstelle um Scripte zur Integration von RAID Controllern einzubinden.

Selbst habe ich den Acronis Drive Monitor mit dem Windows Home Server v1 getestet und kann dieses Tools nur empfehlen. Es fehlt zwar eine Integration in die Home Server Console, bzw. das Dashboard wie es im Home Server 2011 heißt – dennoch ein “Must Have” Tool gerade auf Home Server Systemen.

Der Acronis Drive Monitor läuft auch unter Windows 7, Vista und XP sowie diversen Server Versionen:

http://www.acronis.de/homecomputing/products/drive-monitor/#requirements

Enjoy it, b!

SBS2008: Hyper-V Migration für arme Leute

Ich betreibe bei einigen Kunden einen SBS2008 / 2011 auf den kostenlosen Microsoft Hyper-V Server R2. Gelegentlich kommt es dazu, dass der Host ausgetauscht werden muss und in diesem Zuge die VM (Virtuelle Maschine) mit dem SBS auf den anderen Host migriert werden muss.

Normaler weiße macht man so etwas durch einen Export / Import. Da der SBS der einzige Domain Controller in der Umgebung ist und für die Migration auch noch herunter gefahren werden muss, hat sich folgendes Verfahren als recht praktisch erwiesen.

Hier der Ablauf dazu, welcher nun schon bei vier Migrationen problemlos funktioniert hat:

  1. Einbinden des neuen Hyper-V Hosts in die bestehende SBS Domain (inkl. statischer IP und DNS)
  2. Anlegen eines lokalen Administrators (oder verwenden des Built-In Accounts) welcher das gleiche Passwort hat wie auf dem alten Host
  3. Auf den beiden Hyper-V Hosts die Host-Datei (%windir%system32driversetchosts) jeweils mit den Namen des anderen Hyper-V Hosts und dessen IP-Adresse versorgen:

    Das ist notwendig, da wenn der SBS heruntergefahren wurde kein DNS mehr zu Verfügung steht. Alternativ kann man hier auch einen DNS auf dem DSL-Router verwenden, was die Sache aber nicht einfacher macht

  4. Im SBS selbst wird nun der Microsoft Loopback Adapter installiert – dieser erscheint als weitere Netzwerkkarte, welche dann eine IP-Adresse inklusive DNS Einträge verpasst bekommt. Wichtig dabei ist, dass der DNS überprüft wird um diese Adresse ebenfalls zu verwenden.

    Die notwendigen Schritte sind nochmals weiter unten im Detail erläutert – (Anhang 1)

  5. Der Loopback Adapter hat den positiven Effekt, dass er unabhängig von der Hyper-V Konfiguration ist und somit die VM (der SBS) beim Start auf dem neuen Host auf jeden Fall den DNS und das AD über den Loopback Adapter starten kann, was deutlich schneller geht und auch von Exchange positiv honoriert wird
  6. Der SBS kann nun heruntergefahren werden und mit Robocopy auf den neuen Hyper-V Host kopiert werden.
  7. Auf dem neuen Hyper-V Host legt man nun eine NEUE Konfiguration für den SBS an, welche der alten entspricht und bindet in diese die kopierten Hyper-V VMs ein. Da als Host Betriebssystem der Microsoft Hyper-V Server verwendet wird muss zu dessen Konfiguration der Einfachheit halber der 5nine Hyper-V Manager verwendet werden (siehe Blog http://talisker57.wordpress.com/?s=5nine)
  8. Die genauen Einstellungen für die VM stehen ebenfalls nochmals weiter unten (Anhang 2) ..
  9. Nun kann der migrierte SBS auf dem neuen Hyper-V Host gestartet werden und nach erfolgreicher Konfiguration der alten IP-Adresse, der Loopback Adapter wieder deinstalliert werden
  10. Fertig!

Cheers, b!

Anhang 1 – Installation des Microsoft Loopback Adapters:

  1. Start / Computer / Manage / Device Manager um den Device Manager zu starten
  2. Im rechten Feld des Computer Management, rechte Maustaste auf den Computernamen und hier Add legacy hardware auswählen und Next klicken
  3. Hier nun die Option Install the hardware that I manually select from list (Advanced) selektieren und Next klicken
  4. Im nun erscheinenden Feld Network Adapters auswählen und unter Manufacturer (Microsoft) den Microsoft Loopback Adapter auswählen

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  5. Mit Next die Installation abschließen
  6. Der Loopback Adapter taucht nun als normaler Netzwerk Adapter im Betriebssystem auf und muss nun eine funktionierende IP-Adresse aus dem gleichen Subnetz wie schon die Produktive erhalten.

    Beispiel:
    Der Synthetische Netzwerk Adapter der VM hat 172.16.35.17/24 mit DNS 172.16.35.17 / 127.0.0.1
    Der Loopback Adapter in der VM bekommt 172.16.35.27/24 mit DNS 172.16.35.27 / 127.0.0.1 und keine Gateway!

  7. Im DNS Management muss nun noch sichergestellt werden, dass der DNS auch zusätzlich auf diesem Adapter läuft.

Anhang 2 – Konfiguration der SBS VM:

Meine SBS VMs sind in der Regel wie folgt konfiguriert.

  • 4 CPU
  • 4 / 8 GB RAM (4GB reichen bei SBS 2008 und SBS 2011 Essentials, 8GB nehme ich bei SBS 2011 Standard)
  • IDE0 = SBS Laufwerk C, sbs.vhd
  • SCSI0/0 = SBS Laufwerk D (Exchange, Users, Daten, SharePoint, …), sbs-d1.vhd
  • SCSI0/1 = SBS Laufwerk E (WSUS), sbs-d2.vhd
  • SCSI1/0 = Backup Laufwerk, sbs-b1.vhd
  • In den Integration Services wird der Timesync abgeschaltet, da das der SBS / Domain Controller selbst macht
  • Abschließend muss die VM mit dem SBS bei einen Shutdown / Reboot des Hyper-V Hosts runtergefahren werden und darf nicht saved / gespeichert werden
  • Beim Start des Hyper-V Hosts soll der SBS dann ebenfalls immer automatisch gestartet werden, was ebenfalls noch konfiguriert werden muss