Canon imageRunner | Drucken mit Windows on Arm (WoA)

Wer heute ein WoA-Device einsetzen möchte, stößt früher oder später auf ein altbekanntes Problem: fehlende Treiber. Besonders Druckerhersteller tun sich schwer damit, native ARM‑Treiber bereitzustellen – und Canon bildet hier leider keine Ausnahme. Für den Canon imageRUNNER ADVANCE DX C359i existiert bis heute kein offizieller Window on Arm‑Treiber.

Trotzdem wollte ich das Gerät sauber einbinden. Und ja: Es geht. Nicht elegant, aber stabil. In diesem Beitrag zeige ich meinen funktionierenden Workaround mit dem Xerox Global Print Driver (GDP) PCL6 V5.1055.3.0 und einer manuellen Installation.

Warum überhaupt ein Workaround?

Canon liefert ausschließlich x64‑Treiber für Windows. Windows on Arm kann zwar vieles emulieren, aber Druckertreiber gehören nicht dazu. Ohne nativen ARM‑Treiber bleibt der Canon schlicht unsichtbar.

Der Xerox Global Print Driver hingegen ist deutlich flexibler und funktioniert auch auf Windows‑on‑Arm‑Systemen. Er unterstützt PCL6 – und genau das reicht aus, um den C359i zuverlässig anzusteuern.

DNS‑Setup: getrennte A‑Records für getrennte Papierfächer

Mir ist schon klar, dass ein separates Druckobjekt und der damit verbundene A-Record die Sache zwar einfach macht aber im DNS selbst einen gewissen Mehraufwand darstellt, darum im Enterprise-Umfeld nochmals über eine logische Trennung nachdenken.

DNS-Name Funktion
c359iSo.testlab.local Canon imageRUNNER ADVANCE DX C359i – Schacht oben
c359iSu.testlab.local Canon imageRUNNER ADVANCE DX C359i – Schacht unten

Diese Trennung macht die spätere Nutzung deutlich komfortabler, weil Anwendungen gezielt den gewünschten Schacht ansteuern können.

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Kleiner Hinweis und die Printer-Admins wissen das natürlich auch: Man kann das auch nur mit einem DNS-Namen machen, in diesem Fall hatte man aber historisch schon für jede Einstellung einen Namen angelegt und ein separates Druck-Objekt (Drucker) erzeugt.

Zweiter Hinweis: Unter Windows Server 2019 wurde der Xerox Treiber nicht korrekt angezeigt unter Windows Server 2022/2025 aberschon.

Vorbereitung: Xerox‑Treiber und Ports einrichten

Der Treiber wird nicht während der Installation heruntergeladen, sondern vorher manuell in den Print Server Properties des Windows‑Clients importiert:

  • Control Panel / Devices and Printers / Print Server Properties / Drivers

Dort den Xerox‑Treiber hinzufügen.

DNS-Namen in der Port-Konfiguration des Druckservers anlegen

Damit Windows später weiß, wohin gedruckt werden soll, müssen die DNS‑Einträge auch als Ports existieren:

  • Print Server Properties → Ports → Add Port
  • Standard TCP/IP Port auswählen
  • DNS‑Namen eintragen (z. B. c359iSo.testlab.local)

Das Ganze für beide Druckerobjekte durchführen.

Manuelle Installation des Druckers unter Windows on Arm

Jetzt kommt der eigentliche Installationsprozess – und der funktioniert nur manuell:

  1. Settings / Bluetooth & Devices / Printers & scanners / Add device / Add a new device manually / Add a local printer or network printer with manual settings

Im nächsten Schritt:

  • Den zuvor angelegten TCP/IP‑Port auswählen
  • Als Treiber Xerox GDP PCL6 … auswählen
  • Druckernamen vergeben (z. B. C359i – Schacht oben)

Nach Abschluss der Installation empfiehlt es sich, eine Testseite zu drucken. In meinem Fall funktionierte das sofort – ein gutes Zeichen, dass der PCL6‑Fallback sauber arbeitet.

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Fazit: Kein offizieller Treiber, aber ein stabiler Workaround

Natürlich wäre ein nativer Canon‑Treiber für Windows on Arm die bessere Lösung. Aber solange Canon hier nicht liefert, ist der Xerox GDP PCL6 eine erstaunlich robuste Alternative. Mit ein wenig Vorbereitung – DNS‑Einträge, Ports, Treiberimport – lässt sich der Canon imageRUNNER ADVANCE DX C359i problemlos in eine Windows‑on‑Arm‑Umgebung integrieren.

Frohe Weihnachten und enjoy it, b!

M365 | Aufbewahrung von Mails in freigegebenen Postfächern

In M365 können freigegebene Postfächer gelöschte Mails eine Zeitlang im Ordner „Gelöschte Objekte” aufbewahren. Die Aufbewahrungsdauer generell sowie die maximale Zeitspanne von 30 Tagen sind über PowerShell konfigurierbar.

# Aufbewahrung von gelöschten Mails in einem freigegebenen Postfach "Service"
Set-Mailbox -Identity "Service" -RetainDeletedItemsFor 30.00:00:00

# Abfrage des Aufbewahrungszeitraums für das Postfach "Service"
Get-Mailbox -Identity "Service" | Select RetainDeletedItemsFor

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Die Konfiguration erfolgt Über das Exchange-Online PowerShell-Modul, dass natürlich eine Anmeldung benötigt.

Hier noch die Befehle wie das Exchange-Online PowerShell-Modul installiert wird und wie die Anmeldung erfolgt (die Installation als Admin in der PowerShell durchführen):

# Ausführungsrichtlinie setzen
Set-ExecutionPolicy RemoteSigned -Force

# PowerShellGet aktualisieren (falls nötig)
Install-ModuleInstall-Module PowerShellGet -Force -AllowClobber

# Exchange Online Management Modul installieren
Install-Module -Name ExchangeOnlineManagement

Und hier die Anmeldung an M365 / Exchange Online:

# Verbindung zu Exchange Online herstellen
Connect-ExchangeOnline -UserPrincipalName admin

Enjoy it, b!

M365 | Outlook und ein ehemals freigegebenes Postfach

Innerhalb von M365 besteht die Möglichkeit ein freigegebenen Postfach in ein Benutzerpostfach und umgekehrt zu konvertieren.

Infos zu freigegeben Postfächern gibt es direkt bei Microsoft und auch der Prozess der Konvertierung ist dort sehr gut beschrieben.

Als Erinnerung oder Überbleibsel bleibt dabei der Name des ehemals freigegebenen Postfachs stehen und kann über Outlook (Classic) selbst auch nicht entfernt werden. Ein einfaches “schließen des Ordners” wird mit einem Fehler quittiert.

Sehr elegant kann das nun nicht mehr vorhandene Postfach über eine Deaktivierung des Auto-Mappings mit PowerShell entfernt werden. Sinnvoll aber nicht notwendig ist es, davor Outlook zu schließen.

# Remove Auto-Mapping via PowerShell (Admin Required)
Remove-MailboxPermission -Identity "ConvertedMailbox@domain.com" -User "AffectedUser@domain.com" -AccessRights FullAccess -InheritanceType All

Nach dem Start ist der alte Ordner verschwunden und Outlook sieht aus, wie es soll. Sinnvoll macht das der M365 Admin von einem System aus, auf dem die Exchange PowerShell-Module vorhanden sind.

https://learn.microsoft.com/en-us/powershell/module/exchangepowershell/?view=exchange-ps

Enjoy it, b!