Windows 11 | Warum sich das WLAN trotz einer LAN-Verbindung einschaltet

Wer viel oder ausschließlich mit einem Windows-Notebook arbeitet, kennt das Phänomen: Obwohl eine LAN-Verbindung aktiv ist, verbindet sich Windows zusätzlich mit dem WLAN.
Das wirkt zunächst unnötig, kann aber durchaus Sinn haben – und manchmal auch Probleme verursachen.

Warum macht Windows das eigentlich?

  • Redundanz und Ausfallsicherheit: Windows hält mehrere Schnittstellen aktiv, um bei Ausfall einer Verbindung sofort umschalten zu können.
  • Automatische WLAN-Verbindung: Bekannte Netzwerke werden standardmäßig verbunden, selbst wenn LAN aktiv ist.
  • Routing-Logik: Der Datenverkehr läuft über die Schnittstelle mit der niedrigsten Metrik (meist LAN), WLAN bleibt aber als Backup bestehen.

Natürlich kann das zu Problemen führen

Mögliche Lösungen

  • Automatisch WLAN deaktivieren, wenn LAN aktiv ist per Gruppenrichtlinie:
    Computerkonfiguration / Administrative Vorlagen / Netzwerk / Windows-Verbindungsmanager / WLAN deaktivieren, wenn LAN verbunden ist
  • Automatisch WLAN deaktivieren, wenn LAN aktiv ist, über eínen Registry-Key (analog zur Gruppenrichtlinie):
    Windows Registry Editor Version 5.00

    [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WcmSvc\Local]
    "fMinimizeConnections"=dword:00000000

  • Netzwerkpriorität anpassen
  • In den Adaptereigenschaften die Metrik manuell setzen oder per PowerShell:
    # Metriken der Netzwerk-Adapter setzen
    Set-NetAdapter -Name "Wi-Fi" -InterfaceMetric 50
    Set-NetAdapter -Name "Ethernet" -InterfaceMetric 10

    So bleibt WLAN aktiv, wird aber nicht genutzt

Fazit

Windows verhält sich hier nicht „falsch“, sondern vorsorglich. Wer jedoch klare Regeln braucht – etwa im Unternehmensnetzwerk oder für stabile VPN-Verbindungen – sollte die Prioritäten anpassen oder WLAN bei LAN-Verbindung deaktivieren.

Enjoy it, b!

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